Kritiker schreiben das das eine HBO Produktion sein könne.
Leider nein, die Serie ist gar nicht schlecht. Jedoch merkt man, dass sie an jeder Ecke mit den bekannten Problemen deutscher Filmemacher zu kämpfen hat.
Fängt die erste Staffel noch relativ druckvoll an, merkt man zur hälfte deutlich die quasi nicht vorhandene Charakterausbildung. Zum Ende der zweiten Staffel sind mir gerade mal die drei Hauptpersonen (Bruch, Fries, Kurth) nachhaltig, allerdings auch nur flach, im Kopf geblieben. Der sich anfänglich der zweiten Staffel anbahnende Plot-Wechsel, ist zwar vorhersehbar aber trotzdem merkwürdig und unglaubwürdig, vom Milieu-Krimi zum Polit-Thriller, diese Idee will bei mir nicht zünden, zumal ja neben Stränge (z.B. der Zug) gefühlt völlig umgedeutet werden. Und vorherige Handlungsstränge und Charakter, gefühlt einfach fallen gelassen werden. Die gelobten Massenszenen, naja: ich hatte mich auf tolle Tanz Szenen gefreut, das ist dann doch ehr zu einem ernüchternden, steifen und aufgesetzt wirkenden Marionetten-Ballet verkommen. Und dann gibt es so Szenen (z.B. mit der Ju 52), mein Gott: was soll das jetzt, wer hat sich bitte das einfallen lassen?
Der OST ist aber toll und ja ich würde schon empfehlen das man mal rein schaut, Szenenbild ist nämlich auch wirklich toll.