Ein guter Anfang wäre es, wenn man den Strompreis mal vom Gaspreis entkoppeln würde. Die ach so viel gescholtenen Erneuerbaren die diese bösen Grünen immer wollen, kosten eigentlich einen Appel und nen Knopp. Auch das immer wieder geforderte „Hochfahren“ der AKW ist eine wunderbare Sache, sieht man ja richtig toll in Frankreich. Die importieren Strom weil die tollen AKW nicht gescheit laufen, derzeit sind von 56 Atomreaktoren nur 29 mit voller Leistung und drei weitere im Teillastbetrieb am Netz. Die Gründe: Wartungsarbeiten, die länger dauern als geplant, sowie Reparaturen an Notkühlsystemen zweier AKW-Typen, in denen Risse festgestellt wurden. Und was das bei einem an das Gas gekoppelten Preis bringen soll, entzieht sich auch meiner Kenntnis. Mit einem Höchstwert von 430 Terawattstunden erreichte Frankreich 2005 die höchste Menge an erzeugten Atomstrom, 2021 waren es nur noch 360 TWh. In diesem Jahr wird nun mit prognostizierten 275 TWh ein neues Tief erreicht. Frankreich hat sich deswegen vom Stromexport- zum Stromimportland entwickelt, das Elektrizität unter anderem aus Deutschland einführen muss. Die drei derzeit noch am Deutschen Netz befindlichen AKW laufen unter anderem wegen der Krise auf dem französischen Strommarkt weiter. Auch Gaskraftwerke laufen deswegen häufiger, was wiederum den Gaspreis antreibt… Das Argument man solle doch keinen Strom mehr exportieren wird von jedem der sich mit dem Europäischen Verbundsystem nur etwas auskennt zerlegt. Man hat in den letzten 20 Jahren europaweit einfach vieles falsch gemacht und das haut uns jetzt in die Hacken, da hilft es auch nicht der jetzigen Regierung, deren Freund ich wahrlich nicht bin, immer wieder Vorwürfe zu machen.
Grüße aus dem 19 Grad "kalten" Büro.
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