Von Mailand und return
Das Gear will nicht so recht einfahren, sondern bleibt stur down.
Also zunächst einmal auf FL70 gestiegen, um dort das Ein- und Ausfahren erneut zu probieren, und währenddessen schon einmal die umliegenden Flughäfen im Kopf durchgegangen. Ich bin nicht besonders bewandert, wenn es um Abnormals beim Airbus geht, und die Simulation von Aerosoft ist ja auch nicht darauf ausgelegt (ein QRH wird zum Beispiel nicht mitgeliefert). Aber jetzt sind wir nunmal in unsere Situation geraten, da können wir auch gleich bisschen üben ![]()
Das Fahrwerk will nach wie vor nicht, ein Weiterflug nach Malta scheidet hiermit wohl aus. Nach Linate umzudrehen erscheint ob der kurzen Piste dort instinktiv ungünstig, somit fällt die Wahl auf Milano-Malpensa. Zum Glück lagen wir mit unserem Takeoff-weight nur gut 300kg über dem maximalen Landegewicht, sodass wir nicht mehr groß Holdings zu fliegen brauchen, um leichter zu werden. Milano Radar dirigiert uns großzügig direkt zum ILS35L in Malpensa:
Wir hätten zwar keine Indication, dass das Fahrwerk nicht gelocked down wäre - allerdings kann ja irgendwas nicht stimmen, sonst wäre es ja eingefahren. Wir gehen daher mal von einer unklaren, aber abnormal L/G Situation aus. Ein auf die Schnelle über Google aufgetriebenes Quick Reference Handbook schlägt folgendes vor:
-N/W Steering off
-Autobrake off
-do not arm spoilers
-do not use reverse thrust on rollout
Ich halte die Nase länger als gewöhnlich oben, um möglichst viel Geschwindigkeit abzubauen, bevor...
...mit voller Lotte die Radbremsen zum Einsatz kommen:
Ein 'Brakes Hot' blieb uns erspart, gehalten hat das Fahrwerk auch; ich entscheide mich daher, auf eine Außenposition zu rollen und die Technik mal nen Blick drauf werfen zu lassen.
Aus dem erwarteten Linate-Malta wurde nichts, aber trotzdem war das ganze eine interessante Sache.