Ich poste einfach MSFS Screenshots im P3D Subforum - whatchu gonn' do? ![]()
Jetzt halten sich mal alle am Tisch fest, es folgt ein weiterer Flug mit Capt. Midori. Wohin führt das heutige Abenteuer? Werden wir den Flug überleben? Und warum sagt eigentlich keiner mehr knorke? All dies' und noch viel mehr beantworten wir nach einem Wort von unserem heutigen Sponsor - RAID: Shadow Legends.
Während wir uns von dem durch diese bekloppte Einleitung verursachten Hirnaneurysma erholen, macht sich Captain Midori zusammen mit seiner Crew in Richtung Maschine. Denn heute geht es mit Peach, übrigens ein ANAgramm für 'Cheap', und der JA826P als MM591 von Tokio/Narita nach Kushiro. Kushiro, eine im Südosten Hokkaidos gelegene Kleinstadt, ist insbesondere - ich muss hier paraphrasieren - für ihre Exporte an Fisch- und Dieselkuttergestank bekannt. Es soll auch die ein oder andere atemberaubende Naturschönheit in der Region geben, wer weiß das schon so genau.
Ungeachtet dessen, haben wir uns inzwischen auf Position 181 eingefunden. Die Maschine wurde schon mal von Maintenance geöffnet, mehr war dann aber nicht mehr drin.

Beim Einsteigen in die Maschine fällt schnell auf: Wir sind hier fremd. Immerhin verkehrt Peach vom Terminal 1, wir befinden uns jedoch auf dem Vorfeld des LCC Terminals Numero 3. Mit einem kurzen Säufzer, die orthografische Exkursion ist der letzten Nacht an der Hotelbar geschuldet, realisiert Capt. Midori die unweigerliche Tatsache: Es ist eine klassiche 'You've come to the wrong neighborhood, mother trucker!' Situation.

Erneut wird unserem Protagonist bewusst, dass er ja eigentlich nur ein Type Rating für die CRJ, inzwischen stolzes japanisches Eigentum, sowie den Bosch CityMower 18V-32-300 hat. Aber Flugzeug ist Flugzeug und so betritt er voller Motivation das Cockpit.

Nur kurze Zeit später erreichen uns die ersten der heutigen 115 Passagiere. Gebucht waren ursprünglich 180, angesichts der Tatsache, dass wir uns aber sehr weit von unserem Gate befinden, haben wir uns zum Offload der restlichen Passagiere entschieden. Immerhin fahren sie ewig Bus und somit kann man auch mal das Gate 60 Minuten vorher schließen. Ein Blick auf unsere ECAM verrät, dass die Verladung längst beendet ist, während das Volk noch einsteigt. Fliegen wäre ohne Passagiere so viel einfacher ...

Dank unserer nicht weniger als genialen Idee, einfach völlig überstürzt zahlende Kundschaft zurückzulassen, können wir pünktlich anheben. Unsere Wing Walker stehen auch schon parat. Wieso sie das tun, wissen nur sie selbst. Nötig haben wir sie nicht.

Nach einem kurzen Zurückdrücken samt Anlassen der Triebwerke, zum Glück macht der Airbus fast alles alleine, verkriecht sich der Pushback Truck dahin, wo er hergekommen ist und wir können unsere Flight Controls checken. Oder zumindest so tun, als ob.

Leider verfügt unser heutiger Airbus noch nicht über die neuen LED Scheinwerfer. Ein unheimlicher Verlust, immerhin genießt es Capt. Midori zunehmend, Bodenpersonal die Netzhaut wegzubrennen.

Auf unserem Weg zur Bahn, heute ist die 34L für uns vorgesehen, passieren wir ein echtes Chiba Unikat - die Hühnerfarm von Narita. Der Eigentümer, nennen wir ihn Georg, ist gerade nicht daheim. Er muss frische Eier kaufen.

Mit einigen Links-Rechts-Ausschwenkungen, diesmal tatsächlich gewollt und kein Resultat der letzten Nacht, haben wir es auf die Bahn geschafft. Als altes Eisen lässt er es sich natürlich nicht ansehen, der Begriff ハードボイルド kommt sofort in den Kopf, aber unser guter Midori ist innerlich heil froh, dass bisher niemand seine fehlenden Airbus-Kenntnisse bemerkt hat.

Als junges, aufstrebendes Unternehmen der ANA HD ist unser Konzept natürlich auf die Zielgruppe Young & Wild ausgerichtet. Um auch die Besatzung in das, wie es im Neudeutschen so schön heißt, Mindset zu bewegen, wurden unsere Procedures ein wenig angepasst. Laut neustem Bulletin ist die Take Off Setting nun mit Manual Flex, SRS, Runway, YEET! zu benennen. Wir folgen dem strikt.

Als Ergebnis unserer eiskalten Disziplin haben wir den knapp 136.500 lbs schweren Airbus ohne Feuerball in die Luft bekommen. Als nächst gilt es, die SID abzufliegen, ohne dabei noch einmal die Erfrischungsgetränke der letzten Nacht durch den Kopf gehen zu lassen.

Und weil das nur sehr schwer gelingt, begeben wir uns direkt in die Forward Galley um uns einen BOSS Coffee zu kredenzen. Natürlich noch vor dem Erlöschen der Anschnallzeichen. Wir wollen ja schließlich nicht anstehen müssen. And keep in mind, kids: The BOSS is the boss of them all.

Als verantwortungsbewusstes Crew-Mitglied nehmen wir erst einmal am Fenster Platz um unseren Kaffee mit Aussicht genießen zu können. Was für ein Blick! Da vergisst man doch direkt, dass man daheim den Wäschetrockner nicht ausgeschaltet hat. Einfach atemberaubend.

Etwas in den Flug hinein, einige hundert Kilometer östlich von Tokio, fragt sich Captain Midori, wann genau er denn nun den weltberühmten, von ihm so geliebten Mt. Fuji zu Gesicht bekommt. Geografie war noch nie seine Stärke ...

Es bleibt aber nicht viel Zeit für verhaltene Trauer, im Wörterbuch auch als Wehmut betitelt, denn wir nähern uns mit rasender Geschwindigkeit unserer Destination. Infolgedessen müssen wir mit der Planung für den Anflug und die Landung beginnen. Nicht nur bei geografischen Themen, sondern auch beim Lesen des METARs weist unser, man kann eigentlich schon sagen Antagonist, erhebliche Defizite auf. Als Ergebnis wird für ein -SHRA METAR dann mal der beste Bremskoeffizient gewählt. Was soll's?

Ein Blick aus dem Cockpit soll nichts Gutes verheißen. Kushiro wird zunehmend in eine Decke aus Wolken und dickem Nebel gehüllt.

Ungeachtet dessen setzen wir unseren Anflug fort. Als Entscheidungshöhe gibt das Kartenmaterial 600 vor. Eine, wie sich später herausstellen wird, als optional zu betrachtende Randnotiz.

Mit etwas Mühe, gutem Willen und vor allem sehr viel Glück hat es die Maschine wieder sicher zurück auf befestigten Boden geschafft. Unsere guten Verbindungen zu Technik sollen uns später helfen, etwaige Irritationen im Anflug in Vergessenheit geraten zu lassen. Die FDR und CVR waren ohnehin voll - da kann man auch mal eine Bereinigung durchführen.

Unsere werten Gäste verlassen die Maschine heute über eine Jetway. Ganz im Sinne unseres Namen bitten wir sie dafür natürlich extra zur Kasse. Am Ende der Brücke steht die Schranke mit Münzeinwurf. Natürlich werden auch die gängigen SUICA und PASMO Karten akzeptiert.

Nun bleibt uns nichts anderes übrig, als uns von den Lesern zu verabschieden. Vielen Dank. Schalten Sie nächste Woche wieder ein, wenn wir der Frage auf den Grund gehen, ob die Orange nach orange oder orange nach der Orange benannt ist.


