Beiträge von gruenerdackel

    Und eine weitere Runde in Jap ... äh ... nein, diesmal in den Philippinen! Es geht von Manila nach irgendwo mit einer Piste zwischen Bäumen. Wir versuchen, heute einfach mal nicht an ANA zu denken und schauen, wie weit wir damit kommen. Auf geht's!

    screenshot80zejn6.png

    Was dazwischen passiert, wisst ihr ja. Also hier der Anflug auf Irgendwo mit Piste zwischen den Bäumen Int'l (wir ignorieren bitte die Registration im Bild)

    screenshot8124k3e.png

    Ziemlich nett hier. Allerdings müssen wir später auch irgendwie wieder hoch kommen. Aber darüber machen wir uns nach dem Eis gedanken.

    screenshot8280kwv.png

    Ab geht'er, raus mit reduziert auf 46°C. Weird flex but okay ...

    screenshot83uvja5.png

    Wie Sie sehen, sehen Sie nichts. Kein Feuerball nahe des Airports zu sehen. Heißt: Mission accomplished!

    screenshot85awk5z.png

    Und das sieht einfach toll aus.

    screenshot86opj84.png

    Gleich geschafft. Nur noch fix aufs ILS und dann die Platte treffen.

    screenshot88y8j5l.png

    Daheim in guter Gesellschaft. Hat Spaß gemacht, bis bald. Tschösskess.

    screenshot90p7j60.png

    Toll dass die ätzenden Aspekte der realen Fliegerei jetzt endlich auch im Simulator Einzug halten! Macht euch gefasst, die Liebe und Faszination endgültig in Frust und Hass zu drehen

    Erzähl doch nichts. Das Zahlenspektrum eines jeden vernünftigen Kutschers beschränkt sich auf 15, 31, sowie 32. Ein rudimentärer Zufallsgenerator entscheidet dann noch, welche dieser drei Zahlen anzuwenden ist.

    Ich poste einfach MSFS Screenshots im P3D Subforum - whatchu gonn' do? :evil:

    Jetzt halten sich mal alle am Tisch fest, es folgt ein weiterer Flug mit Capt. Midori. Wohin führt das heutige Abenteuer? Werden wir den Flug überleben? Und warum sagt eigentlich keiner mehr knorke? All dies' und noch viel mehr beantworten wir nach einem Wort von unserem heutigen Sponsor - RAID: Shadow Legends.

    Während wir uns von dem durch diese bekloppte Einleitung verursachten Hirnaneurysma erholen, macht sich Captain Midori zusammen mit seiner Crew in Richtung Maschine. Denn heute geht es mit Peach, übrigens ein ANAgramm für 'Cheap', und der JA826P als MM591 von Tokio/Narita nach Kushiro. Kushiro, eine im Südosten Hokkaidos gelegene Kleinstadt, ist insbesondere - ich muss hier paraphrasieren - für ihre Exporte an Fisch- und Dieselkuttergestank bekannt. Es soll auch die ein oder andere atemberaubende Naturschönheit in der Region geben, wer weiß das schon so genau.

    Ungeachtet dessen, haben wir uns inzwischen auf Position 181 eingefunden. Die Maschine wurde schon mal von Maintenance geöffnet, mehr war dann aber nicht mehr drin.

    screenshot33rljms.jpg

    Beim Einsteigen in die Maschine fällt schnell auf: Wir sind hier fremd. Immerhin verkehrt Peach vom Terminal 1, wir befinden uns jedoch auf dem Vorfeld des LCC Terminals Numero 3. Mit einem kurzen Säufzer, die orthografische Exkursion ist der letzten Nacht an der Hotelbar geschuldet, realisiert Capt. Midori die unweigerliche Tatsache: Es ist eine klassiche 'You've come to the wrong neighborhood, mother trucker!' Situation.

    screenshot34vkkpv.jpg

    Erneut wird unserem Protagonist bewusst, dass er ja eigentlich nur ein Type Rating für die CRJ, inzwischen stolzes japanisches Eigentum, sowie den Bosch CityMower 18V-32-300 hat. Aber Flugzeug ist Flugzeug und so betritt er voller Motivation das Cockpit.

    screenshot35hejl6.jpg

    Nur kurze Zeit später erreichen uns die ersten der heutigen 115 Passagiere. Gebucht waren ursprünglich 180, angesichts der Tatsache, dass wir uns aber sehr weit von unserem Gate befinden, haben wir uns zum Offload der restlichen Passagiere entschieden. Immerhin fahren sie ewig Bus und somit kann man auch mal das Gate 60 Minuten vorher schließen. Ein Blick auf unsere ECAM verrät, dass die Verladung längst beendet ist, während das Volk noch einsteigt. Fliegen wäre ohne Passagiere so viel einfacher ...

    screenshot36jbk7p.jpg

    Dank unserer nicht weniger als genialen Idee, einfach völlig überstürzt zahlende Kundschaft zurückzulassen, können wir pünktlich anheben. Unsere Wing Walker stehen auch schon parat. Wieso sie das tun, wissen nur sie selbst. Nötig haben wir sie nicht.

    screenshot37qdkpp.jpg

    Nach einem kurzen Zurückdrücken samt Anlassen der Triebwerke, zum Glück macht der Airbus fast alles alleine, verkriecht sich der Pushback Truck dahin, wo er hergekommen ist und wir können unsere Flight Controls checken. Oder zumindest so tun, als ob.

    screenshot39zvjch.jpg

    Leider verfügt unser heutiger Airbus noch nicht über die neuen LED Scheinwerfer. Ein unheimlicher Verlust, immerhin genießt es Capt. Midori zunehmend, Bodenpersonal die Netzhaut wegzubrennen.

    screenshot40q4kkg.jpg

    Auf unserem Weg zur Bahn, heute ist die 34L für uns vorgesehen, passieren wir ein echtes Chiba Unikat - die Hühnerfarm von Narita. Der Eigentümer, nennen wir ihn Georg, ist gerade nicht daheim. Er muss frische Eier kaufen.

    screenshot43vgkhv.jpg

    Mit einigen Links-Rechts-Ausschwenkungen, diesmal tatsächlich gewollt und kein Resultat der letzten Nacht, haben wir es auf die Bahn geschafft. Als altes Eisen lässt er es sich natürlich nicht ansehen, der Begriff ハードボイルド kommt sofort in den Kopf, aber unser guter Midori ist innerlich heil froh, dass bisher niemand seine fehlenden Airbus-Kenntnisse bemerkt hat.

    screenshot44wzkwa.jpg

    Als junges, aufstrebendes Unternehmen der ANA HD ist unser Konzept natürlich auf die Zielgruppe Young & Wild ausgerichtet. Um auch die Besatzung in das, wie es im Neudeutschen so schön heißt, Mindset zu bewegen, wurden unsere Procedures ein wenig angepasst. Laut neustem Bulletin ist die Take Off Setting nun mit Manual Flex, SRS, Runway, YEET! zu benennen. Wir folgen dem strikt.

    screenshot45ggj4e.jpg

    Als Ergebnis unserer eiskalten Disziplin haben wir den knapp 136.500 lbs schweren Airbus ohne Feuerball in die Luft bekommen. Als nächst gilt es, die SID abzufliegen, ohne dabei noch einmal die Erfrischungsgetränke der letzten Nacht durch den Kopf gehen zu lassen.

    screenshot46cujta.jpg

    Und weil das nur sehr schwer gelingt, begeben wir uns direkt in die Forward Galley um uns einen BOSS Coffee zu kredenzen. Natürlich noch vor dem Erlöschen der Anschnallzeichen. Wir wollen ja schließlich nicht anstehen müssen. And keep in mind, kids: The BOSS is the boss of them all.

    screenshot48gtkhv.jpg

    Als verantwortungsbewusstes Crew-Mitglied nehmen wir erst einmal am Fenster Platz um unseren Kaffee mit Aussicht genießen zu können. Was für ein Blick! Da vergisst man doch direkt, dass man daheim den Wäschetrockner nicht ausgeschaltet hat. Einfach atemberaubend.

    screenshot50n8k6i.jpg

    Etwas in den Flug hinein, einige hundert Kilometer östlich von Tokio, fragt sich Captain Midori, wann genau er denn nun den weltberühmten, von ihm so geliebten Mt. Fuji zu Gesicht bekommt. Geografie war noch nie seine Stärke ...

    screenshot52g1kx9.jpg

    Es bleibt aber nicht viel Zeit für verhaltene Trauer, im Wörterbuch auch als Wehmut betitelt, denn wir nähern uns mit rasender Geschwindigkeit unserer Destination. Infolgedessen müssen wir mit der Planung für den Anflug und die Landung beginnen. Nicht nur bei geografischen Themen, sondern auch beim Lesen des METARs weist unser, man kann eigentlich schon sagen Antagonist, erhebliche Defizite auf. Als Ergebnis wird für ein -SHRA METAR dann mal der beste Bremskoeffizient gewählt. Was soll's?

    screenshot54utkjg.jpg

    Ein Blick aus dem Cockpit soll nichts Gutes verheißen. Kushiro wird zunehmend in eine Decke aus Wolken und dickem Nebel gehüllt.

    screenshot56j0klu.jpg

    Ungeachtet dessen setzen wir unseren Anflug fort. Als Entscheidungshöhe gibt das Kartenmaterial 600 vor. Eine, wie sich später herausstellen wird, als optional zu betrachtende Randnotiz.

    screenshot57bxjih.jpg

    Mit etwas Mühe, gutem Willen und vor allem sehr viel Glück hat es die Maschine wieder sicher zurück auf befestigten Boden geschafft. Unsere guten Verbindungen zu Technik sollen uns später helfen, etwaige Irritationen im Anflug in Vergessenheit geraten zu lassen. Die FDR und CVR waren ohnehin voll - da kann man auch mal eine Bereinigung durchführen.

    screenshot580zjm7.jpg

    Unsere werten Gäste verlassen die Maschine heute über eine Jetway. Ganz im Sinne unseres Namen bitten wir sie dafür natürlich extra zur Kasse. Am Ende der Brücke steht die Schranke mit Münzeinwurf. Natürlich werden auch die gängigen SUICA und PASMO Karten akzeptiert.

    screenshot6169jm6.jpg

    Nun bleibt uns nichts anderes übrig, als uns von den Lesern zu verabschieden. Vielen Dank. Schalten Sie nächste Woche wieder ein, wenn wir der Frage auf den Grund gehen, ob die Orange nach orange oder orange nach der Orange benannt ist.

    Nicht weil die Airlines besser sind, sondern die attraktiveren Preise anbieten.

    Jup. Und Lufthansa hat (meist) bessere Preise als KLM in den Niederlanden, Air France in Frankreich und British Airways im UK. Das ist schlichtweg the game of the business. Als ausländischer Netzwerkcarrier muss man eben die ansässige Konkurrenz im Land unterbieten um Kunden zu gewinnen. Das ist dann halt auch der Grund, weshalb Transittraffic für Netzwerkairlines das größere Volumen, als Localtraffic ausmacht.

    das der Eco Kunde wieder etwas mehr geschätzt würde.

    Von dem Wunsch kannst du dich verabschieden - die Zeiten sind vorbei. Der Abwärtstrend geht weiter und zwar in rasantem Tempo. Im T1 werden jetzt auch die letzten (Eco) Check-In Schalter durch Automaten ersetzt. Um es mit den Worten eines Bekannten zu sagen: "Weil die ja so gut funktionieren." Und die Entscheidungsträger, in der Regel Alt-Verträgler mit einem verzerrten Bild der Realität, ruhen sich noch auf dem Namen Lufthansa aus und übersehen dabei, dass alle Einsparungen der Economy Class erhebliche Auswirkungen auf die Qualität der Business- und First Class haben. Da passiert zwar in Kürze etwas aber es wird nicht reichen, um den Imageschaden zu retten. Die wichtigen Vielflieger haben es längst bemerkt. Too little, too late.

    EW Discover wird sich bestimmt genauso schnell vom Markt verabschieden, wie die vielen versuche davor auch in dieses Segment zu kommen.

    Da habe ich so, persönlich muss ich sagen, meine Zweifel. Im Gegensatz zu dem Murks der zuvor abgezogen wurden ist die Eurodisco um ein Vielfaches solider und durchdachter aufgebaut. Das Tourismus-Segment wird in den nächsten Jahren boomen und mit auf die Zielgruppe abgestimmten Produkten wird das was. Da hat LH schon die Hausaufgaben gemacht. Und da Eurodisco bisher weder tarifiert, noch wirklich organisiert ist, passsiert das Ganze billig. Den Austritt erfahrener Crews zu besser bezahlten Jobs kann man (leider) verkraften und für junge Piloten gibt es tatsächlich annehmbare Perspektiven wenn es um die Chance auf vier Streifen geht. Und Kabine ... ja Kabine ist immer billig zu ersetzen.

    Ich sage es nur ungern aber deregulierte Fliegerei funktioniert nur bedingt. Natürlich belebt Konkurrenz das Geschäft und heutzutage können mehr Leute denn je fliegen. Den ökologischen Preis zahlt dann aber das Klima, den ökonomischen Preis das Personal.

    Ach, alles halb so schlimm. Das Personal ohne Sozialplan rauswerfen um der Pandemie zu trotzen und dann den Flugplan mit reduzierter Manpower wieder hochfahren gehen sich schon irgendwie aus. Und dann gab es ja noch ziemlich Medien-präsent die Kunde, dass Emirates von den Hamburger Luftfahrtexperten JacDec mit einem Risk Rating von 95% zur sichersten Fluggesellschaft der Welt gekürt wurden.

    Da darf man solche kleinen Irritationen wie diese oder eine Boeing auf der Runway liegend ruhig als Einzelfälle einstufen. Sicherlich gibt es keinerlei System-bedingte Probleme.