Sehen Sie heute die Fortsetzung unserer bunten Abenteur mit unserer billigen Tocher. Manch anderer hat dafür abwertende Begriffe, wir nennen es einfach LCC.
Fifty Shades of Pink 2: Revenge of the Check-In Vorsteher
Trotz häufiger Auffälligkeiten und Alkohol am Steuer Sidestick Yoke auf der Dash 8 war man unserem geliebten Kapitän Midori doch wohlwollend und hat ihn wieder auf den A320 losgelassen. Offensichtlich kann man den ein oder anderen Billigpax entbehren. Infolgedessen geht es heute im Umlauf von Osaka/Kansai nach Nagasaki und zurück. Die trusty JA822P steht schon vor der Wellblechhütte dem LCC Terminal bereit.

Die Eingaben ins FMS überlasst er, wie man das so macht als alter Profi, dem jungen Co und geht erstmal eine raaaache, wie der Hesse sagt. Die Eingaben werden schon stimmen. Immerhin hat Load Control gesagt der Trim ist mittig und wir alle wissen, was das heißt. "Mach was du willst - Flieger kommt schon hoch."

Obwohl wir als PAD fliegen können, lohnt es sich, die Angebote auf der Website zu prüfen. Manchmal ist das doch billiger. Ein kleiner Urlaub schadet nicht. Über das Company Ipad checkt Capt. Midori also die Peach Website nach angeboten.

...................................................................... jep.
Nachdem alle Paxe im Flieger sind und die Mixer unterm Flügel ordentlich warm gelaufen sind, sandstrahlen wir das Terminal. Soll ja auch ordentlich aussehen. Da muss der Dreck runter ... und die Haut der Ground Crew.

Die teure Konkurrenz aus dem Ausland bevorzugt, die ganze Bahn mitzunehmen. Capt. Midori als ausgefuchster Lowcostler weiß natürlich Sprit zu sparen und rollt zum Holding Point. Er hat sogar entsprechen Performance kalkuliert. Nicht aus Professionalität, nein, er hat ein neues Auto und denkt zur Zeit nur an A5.

Und kurze Zeit später sind wir dann schon in der Luft um rechts in die Bucht von Osaka abzudrehen.

Nur wenige ECAM Messages Minuten später überfliegen wir, mehr oder weniger, den Flughafen Kobe. Liegt nur wenige Kilometer von Kansai entfernt. Jap. Wir verstehen das auch nicht.

Als japanische Airline dürfen wir den Fan-Service natürlich nicht vernachlässigen. Aus diesem Grund gibts jetzt ein schönes Bild vom Gesäß.
In unserer Bemühung, möglichst viele Flughäfen zu überfliegen schaffen wir es gerade so, Fukuoka mitzunehmen. Leider denkt Capt. Midori dabei eher weniger an Strand oder gar, seinen Flieger zu monitoren. Nein, er denkt gerade an ein eiskaltes Asahi aus der International Bar. War wohl nichts mit dem AA Meeting letzte Woche.

Fast schon wahnsinnig - aber immerhin innerhalb der Vorschriften - wackeln wir auf Green Dot Speed die STAR für ein ILS Approach auf Runway 32 ab. Capt. Midori kennt das. Also, nicht den Anflug oder so. Den Teil mit waghalsigen Anflügen.

Entsprechend spät ist die Maschine für den Anflug konfiguriert. Reicht aber immer noch aus, um den Airport nicht zu überfliegen. Nochmal Glück gehabt.

Anstatt durchzutanken hat man sich im OCC dafür entschieden, in Nagasaki zu tanken. Soll uns recht sein. Nein, hätten uns recht sein sollen. Aber der Tanker war wieder mal viel zu spät und fängt dann auch noch an, zu diskutieren. "Die Crew muss das selbst einstellen." Er hat nicht unrecht. Aber Capt. Midori stellt sich gerade ein schönes Strong mit Grapefruit Geschmack rein. Ihr wisst schon - gegen das Zittern.

Eventuell mit Paxen oder auch nicht gehts dann zurück. Wir wissen es nicht so genau. Der kleine Power Blackout im Cockpit hat uns aber gut getan und frisch und munter geht es jetzt zurück gen Heimat. Angehoben ist schon. Nur noch Tacos ziehen und dann kann es losgehen.

In ihrer unendlichen Höflichkeit schreiben die Japaner immer deutlich und für jeden ersichtlich, an welchem Flughafen man gerade ist. Es will ja keiner am falschen Flughafen starten - Gott bewahre. Das ist Capt. Midori einmal passiert - ein gresslicher Checkflug war das.

Zum zweiten Mal am gleichen Tag haben wir es sicher und pünktlich (!) in die Luft geschafft. Es geht doch nichts über gute Arbeit.

Weil die Crews eines Low Cost Carrier angehalten sind, möglichst sparsam zu fliegen, verbleiben wir lang genug oben um dann professionell und stetig zu sinken. Threading the needle. Nicht zu verwechseln mit Hina Yamada. Sie ist die Meisterin im Kampfhäkeln. Threat with Needle.

Durchhalten, Midori. Gleich hast du es geschafft. Noch kurz die Karre auf den Asphalt rotzen und dann gibts zur Belohnung ein schönes Asahi. Direkt aus dem Bordverkauf. Als Kapitän kann man sich das leisten. Wer sich jetzt denkt, so langsam werden die Alkohliker Witze unlustig hat absolut Recht. Alkoholismus ist kein Witz!

Und da sind wir wieder. Nach gut 3h arbeiten geht es jetzt für vier Tage ins OFF. Damit kann man leben.
