Knapp zwei Jahre nach Flugzeugabsturz
Datenschreiber von Air-France-Maschine geborgen
Knapp zwei Jahre nach dem Absturz einer Air-France-Maschine über dem Südatlantik hat ein Expertenteam den Flugdatenschreiber der Unglücksmaschine geborgen. Das Gerät wurde aus rund 4000 Metern Tiefe an die Meeresoberfläche geholt, wie die französische Luftfahrtermittlungsbehörde (BEA) mitteilte.
Ob die Daten noch ausgelesen werden können, ist jedoch unklar. Über den Verbleib des Stimmenrekorders wurde nichts mitgeteilt. Der Flugdatenschreiber und der Stimmenrekorder gelten als letzte Hoffnung, den bislang völlig rätselhaften Absturz des Airbus A330-200 doch noch aufzuklären. Der Flugdatenschreiber registriert zahlreiche Parameter wie Höhe, Neigungswinkel der Maschine und Triebwerkseinstellungen. Der Stimmenrekorder nimmt alle Gespräche und Geräusche im Cockpit auf.
Der geborgene Flugdatenschreiber soll von einem Schiff der französischen Marine an Land gebracht und anschließend nach Frankreich geflogen werden. Neben den Angehörigen der Opfer setzen vor allem Air France und Flugzeugbauer Airbus große Hoffnungen in die Auswertung der Daten.
Das Trümmerfeld auf dem Meeresboden war erst in diesem April nach mehreren erfolglosen Suchaktionen entdeckt worden.
Bei der Katastrophe in der Nacht zum 1. Juni 2009 waren 228 Menschen, unter ihnen 28 Deutsche, ums Leben gekommen. Die Maschine der Air France war auf dem Weg von Rio de Janeiro nach Paris und flog kurz vor dem Absturz durch ein Gewittergebiet, dort gab es Probleme bei der Geschwindigkeitsmessung. Dies allein dürfte normalerweise aber nicht zu einer solchen Katastrophe führen. Zuvor hatte es nicht einmal ein Notsignal gegeben.
http://www.tagesschau.de/ausland/flugsc…rfrance100.html