Beiträge von Stingrey

    Und vielleicht etwas Off-Topic, aber in der Realität sehr viel näher und relevanter:
    Wie sieht's denn eigentlich bei selbstfahrenden Autos aus? Das Experiment kann man nämlich noch weiter adaptieren:
    Ein selbstfahrendes Auto fährt die Straße entlang. Gegenüber kommt ein Auto mit Familie ins schleudern und gerät auf die Gegenfahrbahn. Der Aufprall hätte mit hoher Sicherheit den Tod der Familie zur Folge. Das selbstfahrende Auto könnte theoretisch nach rechts ausweichen, würde dort aber einen Fahrradfahrer erfassen, der diesen Aufprall ebenfalls mit hoher Sicherheit nicht überleben würde. Wie entscheidet das Auto? Und viel entscheidender: warum entscheidet es so? Und wer hat es programmiert?

    Darf der Programmierer entscheiden, wie das Auto in einer solchen Situation entscheidet?

    Das ist ein großes Probleme für die Automobilbranche das weiß ich aus erster Hand.

    Du hast recht, vermutlich ist es besser den ganzen Auszug seines Kommentars hierzu zu zitieren:

    Der liebe Herr Thomas Fischer (Bundesrichter in Karlsruhe) hat ins seinem sehr ausführlichen Kommentar (siehe hier) noch einmal Stellung zu diesem fiktiven Fall bezogen.

    Wichtig für ihn ist die Unterscheidung zwischen Rechtswidrigkeit/Rechtmäßigkeit einerseits und Schuld/Unschuld andererseits. Sein Fazit ist, dass der Pilot obwohl er rechtswidrig gehandelt, sich nach Paragraf 35 StGB für schuldlos erklären kann, aufgrund eines "übergesetzlichen Notstands".

    "Wer in einer gegenwärtigen, nicht anders abwendbaren Gefahr für Leben, Leib oder Freiheit eine rechtswidrige (!) Tat begeht, um die Gefahr von sich, einem Angehörigen oder einer ihm nahestehenden Person abzuwenden, handelt ohne Schuld. (…)"

    Ein Freispruch wäre in einem echten Fall also denkbar.

    Gleichwohl zerreißt der Herr, den Film und das Theaterstück über allem Maße als realitätsfern aber lest bitte selber.

    Ich persönlich fand den Film sehr gut. Es ist zwar keine Strafwissenschafts-Stunde in der Uni aber es versucht doch zumindest den Zuschauern eine sehr komplexe Fragestellung näher zu bringen, nämlich muss oder darf man sich in absoluten Extremsituationen über das geltende Recht hinwegsetzen, für eine übergeordnete Handlung. In diesem Fall die Rettung von 70.000 Menschen. Ich sage klar JA.

    Ein nicht handeln damit zu erklären, dass die Würde der Menschen am Board unantastbar ist, ist richtig aber absolut realitätsfern, wenn man sich die daraus folgende Konsequenz vor Augen führt. Ein herbeigeführten Absturz auf eine Massenveranstaltung zuzulassen, weil man sich auf Artikel 1 des Grundgesetzes beruft, würde im Ernstfall zu einer Staatskrise führen. Am Ende würde vermutlich jeder involvierte Amtsträger (Kanzler, Verteidigungs-, Justiz-, Innenminister etc.) vom Amt zurücktreten. Und die Gesellschaft hat spätestens ab Eintritt des nicht verhinderten Terror-Ereignisses seine Meinung zu dem derzeit geltendem Gesetz massiv geändert.

    Und zu der Frage: Abschuss auch bei Anwesenheit eines näheren Verwandten am Bord, stellt sich eigentlich gar nicht. Entweder weiß der Pilot um diesen Umstand und würde gar nicht ins Cockpit steigen dürfen, schließlich gibt es ja mehrere Piloten in Alarmbereitschaft und zweitens hat dies nichts mit seiner Verantwortung zu tun, die er gegenüber der Bundesrepublik Deutschland hat. Erkläre ich mich bereit dazu diesen Job als Pilot auszuüben, habe ich ganz klar die Pflicht den Abschuss im Notfall durchzuführen, falls nicht habe ich dort nichts zu suchen. Also auch hier ein klares JA. Das wäre meine Einstellung als Pilot hierzu, würde man mich im Bewerbungsprozess dazu befragen.

    Mich wundert, dass dieser Film hier noch gar nicht angesprochen wurde, vorallem weil es sich im weitesten Sinne auch um Luftfahr handelt.


    Zitat von ARD

    Darf man 164 Menschen töten, um 70.000 zu retten? Durfte der Kampfpilot Lars Koch ein Passagierflugzeug abschießen, um zu verhindern, dass ein Terrorist dieses auf ein vollbesetztes Fußballstadion stürzen lässt? Ist Lars Koch ein Held oder ein Mörder? Darüber verhandelt die große Strafkammer des Schwurgerichts Berlin.


    ARD - Mediathek

    Schweres und spannendes Thema. Lohnt sich zu gucken.

    Das Tool

    "The main purpose of the PTA tool is to allow simmers to automates tweaking different Prepar3D shaders and config parameters that will result in more eye-catching virtual flight experience. Using this tool, you can apply tweaks fast and convenient way without manual editing files and other routine operations."

    Auf Facebook drehen ja alle wegen dieses Tools völlig am Rad. Nutzt das einer von euch? Falls ja, habt Ihr vielleicht gute Einstellungen parat? Nutze derzeit das vom Entwickler bereitgestellte Ultimate Realism Pack aber mir sind die Einstellung zu übertrieben.

    Weiß auch nicht ob diese Region für Ausländer so interessant ist, außer die Städte gibt es in Norddeutschland ja auch fast nix zu sehen. Süddeutschland ist da schon ganz anders aufgestellt und erst recht die Schweiz, Italien und Frankreich.

    Ich würde mir den Norden sehr sehr gerne kaufen, weil es einfach eine tolle Aufwertung der Heimatregion ist. Leider habe ich aber auch die Sorge, dass mit Dickblech kein vernünftiger Flug zustande kommen kann, da im Anflug, egal ob Düsseldorf, Berlin oder Hamburg, der Speicher voll ist.

    Aus dem selben Grund ist die eigentlich tolle Umsetzung von SoCal nicht für mich nicht nutzbar, weil der Speicher um KLAX herum immer voll läuft ;( .

    Toll wäre es, wenn ORBX wie bei seinen Airport die Möglichkeit bieten würde, gewisse Funktionen an- oder abzuwählen. Vielleicht sogar ganze Städte. Für mich persönlich sind z.B. die POIs sehr wichtig, auf vieles andere könnte ich verzichten.

    Und bitte jetzt nicht anfangen mit "ähhh, Dickblech braucht doch gar keine detaillierte Umgebung blabla..." sehe ich als halt anders;).