Gestern war bei uns ein längerer Bericht über den Polizeieinsatz am Sonntag hier in Bremen zu sehen:
Es war der größte Polizeieinsatz, den die Bremer Polizei je bei einem Fußballspiel gefahren hat, verstärkt durch Hunderschaften aus anderen Ländern und Polizeireiterstaffeln, u.a. eben auch weil aus Hamburg Randale angesagt war.
Am Hauptbahnhof wurde für zwei Stunden die Oberleitung der Straßenbahn abgeschaltet, weil man mit einem Wasserwerfereinsatz rechnete (was zu einem Verkehrschaos bei m gleichzeitig stattfindenden Flugtag sorgte).
Im nachhinein hat sich gezeigt, daß der enorme Aufwand erstens nötig und zweitens erfolgreich war. Der "harte Kern" der gewaltbereiten Fans war zwar nie ganz ruhig zu stellen, aber im TV wurde außer Pöbeleien, Dosenwürfe gegen Fernsehteams und diverse Rauch- und Leuchtkörper keine großartige Randale gezeigt.
Ich will hier die Hamburger Fanszene keineswegs komplett als pöbelnden und randalierenden Haufen darstellen, dafür habe ich zuviel Respekt vor der gesamten und sehr großen Szene aus Hamburg.
Sehr viele Fans am Sonntag haben sich anständig benommen und konnten wie gehabt und wie gewohnt mit der Straßenbahn, zu Fuß oder sonst wie zum Stadion, so, wie man es als Auswärtsfan gewohnt ist.
Aber was man immer wieder im TV und auf Videos sieht, sind doch eher die schwarz-vermummten Terrorkids, die auf allwöchentliche Randale aus sind, gleich, ob Fußball oder sinnloseste Krawalle am 01. Mai vor der Flora (O-Ton: "Ich zahle das ganze Jahr Steuern, also habe ich heute das Recht, den Bullen auf die Fresse zu hauen"!).
Man könnte fast meinen, da organisiert siche ein Krawalltourismus quer durch Deutschland, nur um mal kräftig Frust raus zu lassen.
Diese Typen waren übrigens auch beim BVB-Spiel im Herbst hier in Bremen und haben sich entsprechend benommen (und heulten dann sprichwörtlich nach Pfefferspray-Einsatz durch die Polizei), auch Frankfurter mussten während dieser Saison die harte Linie der Bremer Polizei kennenlernen. Groß das Geheul dann nach den Spielen, wenn diese Idioten merken, daß das Katz-und-Maus-Spiel immer mehr zu Gunsten der Polizei ausgeht.