@Tom.
nun, was das meteorologische Fachmagazin "Spiegel" schreibt, war mir bekannt. Und die anderen übernehmen es auch ( habe ich grade ein deja vu??
)
Aber selbst auf dieser Basis kann man ne Fehlfunktion eines relevanten Systems nicht ausschliessen. Ich will hier auch nicht menetekeln, nur solange das nicht unbedenklich ist, wird keiner den Arsch in der Hose haben, das Fliegen freizugeben. Schon gar nicht in Deutschland, wo der vorrauseilende Gehorsam langsam zur Landplage wird.
Ich denke das seit dem Ausbruch des Eyjafjallajökull viele Sachen nicht gemacht wurden, die einfach Praktikabel sind
Gegenfrage: Welche wurden denn gemacht??
1. Einführung einer Zertifizierung.
Ist nicht schwierig, Asche gibt's wie Sand am Meer. Wenn man sein Triebwerk zb. für Flüge durch 0.2Mg Gebiete zertifizieren lassen will muss man 24h lang 0.2Mg Asche in das Triebwerk "schmeissen". Geht das Triebwerk dann unter Volllast trozdem nicht hops ist es zertifiziert. Dann kann die Fluggesellschaft selbst entscheiden ob sie den Flug durchführen, und die Lebenszeit des Triebwerks verkürzen, oder nicht.
Ich bin kein Experte was Triebwerke angeht. Aber ich kann mir vorstellen, daß es Unsummen kostet, überhaupt so nen Ofen zugelassen zu bekommen. Alles, aber auch wirklich alles ist luftfahrtzertifiziert an nem Flieger. Das macht das ganze ja so teuer. Wenn man die Schrauben aus dem Baumarkt nehmen könnte, oder Opas alte Stromlitzen reinziehen könnte, dann ok. Aber so??
Bedenke auch die zig Variablen, denen ein Triebwerk während des Fluges ausgesetzt ist.Atmosphärische Bedingungen, Power- Setting, Wieviel Laufzeit haben die Komponenten, Flughöhe etc etc etc....
Wie will man all die möglichen Kombinationen denn zeitnah simulieren??
Und ist jede Vulkanasche gleich zusammengesetzt??
Und die Anzahl der verschiedenen Triebwerkstypen und deren Unterarte, uiuiui bis die alle durch den Asche-Tüv sind, kann man die Titanic nachbauen und mit der dann billig nach New York reisen.
2. Einführung eines Flugzeug eigenen Warnsystems.
Man nimmt einfach ein Pitot Probe, und anstatt die Luft zur Geschwindigkeitsmessung zu verwenden misst man den Aschegehalt. Sollte der zu gross werden, gibt's eine ECAM Nachricht. Wenn man das noch mit dem Air Data Computer verknüpft, und ein GPS sowie eine Festplatte dran hängt kann man die Daten sogar nachher ans VAAC senden.
Prinzipisch ne Spitzen- Idee. nur wenn die Asche im Falle einer hohen Konzentration in der Röhre landet, ist sie auch schon in den Triebwerken und in der Klimaanlage. Der Schaden an KLM 867 ( PH- BFC) waren seinerzeit wie ich hörte ungefähr 80 Millionen Dollar. Das ist ziemlich teuer für ne einzige Messung. Manche kaufen sich dafür zwei 737 ....... :ironie:
3. Berietstellung von geeigneten Messflugzeugen.
Bis die Asche in Deutschland ankam hat es ein paar Tage gedauert. Weso zur Hölle hat man nicht schon über dem Atlantik Messungen druchgeführt?
Wenn man Dauerhaft Messflugzeuge hat, kann man sofort starten. 1. Muss man dann nicht erst wochenlang die Systeme einbauen; und 2. Muss den Flug keiner genehmigen, weil die Asche noch nicht über dem Flughafen ist.
Der Einbau wird nicht solange dauern, nehme ich an, aber die Kalibrierung der Messgeräte. Zudem ist das ganze ne finanzielle Frage. Alleine wie lange es dauerte, bis die Gulf von der DLR genehmigt war.....
Und wer soll das denn bezahlen??
Und wie macht man dem Luftfahrt- Wirtaschafts- Politik- und Meteorologiefachmagazin "Spiegel" klar, daß man nen Flieger ( der nackig schon 45 Mio kostet, dann strukturell umgebaut werden muß, und demnach nacherprobt, die Umbauten zugelassen werden müssen, dann die Messeinrichtung eingerüstet wird), daß er dann nur 1 bis zwei Wochen im Jahr fliegt?? Man braucht Personal, die Piloten müssen current gehalten werden, die Technik braucht nen Hangarplatz, der Anderen wieder Platz wegnimmt und und und....
Daß da unser Universal- Fachmagazin "Spiegel" sauer werden wird, liegt doch auf der Hand. Und alle Anderen werden das übernehmen. Genauso wie die Berichterstattung über den neuen Bus der Kanzlerin. Da merkte schon beim Lesen die moralisch erhobene Augenbraue, so kalt zog der moralische Schauer den Rücken hinunter. :ironie: