Tom ne Frage:
Warum will keiner die Verantwortung übernehmen??
Doch wohl nur, weil niemand absolut sicher sein kann. Und warum?? Das VAAC wurde ja auch erst nach dem zweiten gravierenden Vorfall eingerichtet.
Und wenn noch kein Verkehrsflugzeug aufgrund von Vulkanasche abgestürzt ist, bedeutet das im Umkehrschluss noch lange nicht, daß es ungefährlich und unbedenklich ist.
Was nützen auch Messdaten, wenn in der Atmosphäre sich die Konzentrationen und Positionen innerhalb weniger Stunden bedeutend verändern können??
Du kritisierst ( zu Recht) die Entscheidungsgrundlage Computermodell, willst aber gleichzeitig auf Basis mehrerer Momentaufnahmen entscheiden lassen.....( ich persönlich weiss mit einem einzigen Blick nach Draussen auch nicht, wie übermorgen das Wetter wird....
)
Darüber liesse sich vortrefflich streiten..... :ironie:
Nächste Frage: Warum wartet man nicht LIDAR-Daten ab, bevor man einen Luftraum und/oder Airport schließt? Wie du hier lesen kannst, hätte man sich den ganzen Terz sparen können, wenn man auf Grund der Messdaten entschieden hätte, und nicht, weil eine Simulation andeutet, dass da was sein KÖNNTE!
Witzigerweise verwende ich die gleiche Argumentation im Winnenden- Thread, entscheiden auf den Tatsachen und nicht aufgrund irgendwelcher inszenierten Spekulationen. :zunge: ![]()
Stattdessen schließt man Flughäfen nur auf Grund von willkürlichen Grenzwerten, die selbst von der VC angezweifelt werden. Und die werden sicherlich nichts fordern, was ihren Mitgliederinteressen zuwiderspricht
Nun einer der damaligen VC- Protagonisten war mal aufgrund einer Diversion in STR und konnte beim walk around nicht mal Hydraulikflüssigkeit von verschmutzten Regenwasser- daß sich im main gear bogie angesammelt hatte- unterscheiden.
Spaß beiseite.
Wie ich oben schon mal andeutete, hat man wenn man in der Luftfahrt tätig ist, nie das komplette Bild bei sich persönlich auf dem Schirm. Du bist, genausowenig wie ich, kein Techniker, Jurist, Meteorologe. Ich kenn die Flieger auf dem Vorfeld und aus Mitflügen. Du planst Flüge, hast auf den Hintergrund bestimmt ne bessere Aussicht, als ich es jemals haben werde. unbestritten.
Genausowenig ist ein Pilot ein Hans Dampf in allen Gassen.Zumindest nicht mehr, weil sich die Anforderungsprofile komplett verschoben haben.
Mein Dad hat oft erzählt, wenn er auf irgendner Airshow ne 104 hingestellt hatte, kamen viele von uns Luftfahrtverückten, und haben derart detaillierte Fragen gestellt, die er als Kutscher niemals hätte beantworten können, obwohl er mit der 104 Werkstattflüge unternahm, und deswegen ne Berechtigung dafür besaß. Denn die Herren haben jedes verfügbare Material über die Maschine aufgesogen, jede Broschüre, teils auch die technischen Dokumentaionen, die Piloten nicht zu wissen brauchen.
Vom betriebswirtschaftlichen Standpunkt her gesehen, von der allgemeinen Operation her, gebe ich dir uneingeschränkt Recht. Aber dies ist leider nur eine Seite vom Diamanten. Die Situation hat so viele Facetten, daß ich mir keine abschliessende Bewertung zutraue.
Fakt ist auch, daß die KLM und B-Line Kutscher verdammtes Glück hatten, und an dem jeweiligen Tag wohl ihre komplette Glückswurst für das gesamte Jahr aufgebraucht haben.
Wäre nur irgendein Faktor, der zum glücklichen Ausgang beider Vorfälle beigetragen hatte, weggeblieben, hätten diese beiden Flüge böse enden können.
Man kann auch anhand der Wahrscheinlichkeitsrechnung argumentieren. Wenn man beispielsweise die Wahrscheinlichkeit berechnen würde, ob zwei Flugzeuge auf ner Fläche 1000 auf 1000 Meilen zusammenstossen können, käme man wahrscheinlich zu dem Schluß ( sry mein Mathe- Abi is ne Weile her), daß die Chance auf dem Papier nicht mal existiert. Trotzdem stiessen die deutsche Tupolev und der USAF- Starlifter zusammen.
Murphy´s Law eben.
Man darf auch mit 0,5 Promille noch Autofahren, komischerweise aber keine Fahranfänger, Taxifahrer und Berufskraftfahrer. Wird man in nen unverschuldeten Unfall verwickelt, hat man trotzdem ne Mitschuld. Klar auf was ich raus will??