Der Verbrauch hängt von einem entscheidenden Faktor ab...dem Gasfuss.
Die meisten Leute kaufen sich ihren TDI um mit beserem Gewissen und dennoch schmalen Geldbeutel weiterhin Vollgas geben zu können.
Wenn ich in Stuttgart auf die Autobahn gehe, und tagsüber nach Frankfurt fahre, schaffe ich es mit meinem alten Saab mit 260 PS mit knapp 8,3 Litern. Fahre ich nachts schaffe ich 7,4 Liter regelmäßig. Wenn man es krachen lässt laufen auch 11 Liter durch. Ich spare dadurch aber nur knapp 10 Minuten am Tag und 20 Minuten in der Nacht.
Bringt also gar nix. Nachts zwischen 100 und 120 den Tempomat setzen und man tuckert gemütlich dahin. Kaffee aus dem Becherhalter und gute Musik beim Fahren ist herrlich.
Man hat auch noch nach einer Woche derart wenig Brermsstaub an der Felge, dass das Auto immer noch schön sauber da steht. Weil jedes Bremsen vernichtet man Energie die man mit teurem Sprit ins System gebracht hat.
Ist ein Post aus dem SAAB- Forum, könnte aber auch von mir sein:
Zitat
Ich wurde mal an der Tanke gefragt, ob ich mich nicht schäme, in Zeiten des Klimawandels so ein altes Schlachtschiff zu fahren. Was sagst Du da? Man rechnet ja mit allem, aber das ist doch schon dreist. Naja, auf "Seien Sie doch froh, wenn das ganze Öl erstmal weg ist lohnen sich auch die Windräder!" wußte der Typ dann auch keine Antwort mehr.
Mit dem gleichen Fahrzeug werde ich von einem Ich-fahr-einen-silbernen-Golf-TDI-weil-das-ja-so-vernünftig-ist-Fahrer an einer anderen Tanke angesprochen: "Der säuft aber doch ganz schön viel, oder?" Antwort: Ungefähr ein Drittel von dem, was Ihrer gerade an Wert verliert..."
Manchmal mache ich mir den Spaß und gehe auf die von Dir beschriebenen Gutmenschen ein. Das wird dann kein Spaß, wer mich kennt, der weiß daß ich aus dem Stegreif zu jedem beliebigen Thema einem unschuldigen Opfer die Ohren blutig quatschen kann.
Man beginnt dann damit, nach Spritverbrauch und Abgasnorm zu fragen. Dann erläutere man (vom Bezugspunkt unkatalysiertes Fahrzeug ausgehend) die lächerlichen Unterschiede in den Abgasnormen. Oh, das Gegenüber fährt Diesel? Von Feinstaub wird er ja gehört haben, aber was ist mit dem Dreck, der bei der Regeneration des Filters entsteht? Und daß ein Euro III oder IV-Diesel immer noch wesentlich mehr Dreck in die Luft pusten darf, als ein Euro-1-Benziner muß man dann natürlich auch noch darlegen.
Und dann kommen wir zur absoluten Killerfrage: so ein Auto fällt ja nicht einfach vom Himmel. Was das denn in der Herstellung an Energie verschlinge? Ob er wisse, daß ein Neuwagen 400.000 Liter Wasser koste? Daß dabei so viel Energie und Rohstoffe gebraucht werden, daß ein neues Auto diese Hypothek niemals wieder hereinfahren kann, und sei es noch so sparsam?
Und dann frage man ihn nach dem tatsächlichen Umweltsünder.
Dauert grob eine Dreiviertelstunde, ob es einen Denkprozeß beim Gegenüber instand setzt ist zweifelhaft. Aber diese Typen haben mich danach immer in Ruhe gelassen.
Die im Zitat angesprochene Problematik ist tatsächlich ein Problem. Energie, Wasser, Recycling.......
Bei den seltenen Erden ( benötigt man zwingend für die Brennstoffzellen und Akkus) ist die Umweltbelastung auch nicht zu verachten. Man gewinnt diese Stoffe zumeist durch das Hineinpumpen von Säuren in die Bohrlöcher, um dann die teils giftigen seltenen Erden rauszuwaschen. Der Bohrschlamm bleibt in der Erde zurück. Ebenso wie die verwendeten Säuren....
In Malaysia startete ein Projekt, dass die Umweltschäden, die eine solche Mine verursacht hat, zu beseitigen. Es kostet mindestens 100 Mio. €uro. Bei den Anwohnern gab es Fehlgeburten und eine hohe Anzahl an Krebs....Wir reden hier von radioaktiven Abfällen. Also die gleiche Art von Umweltverschmutzung ( wenn auch geringer) wie in Fukushima, welches ja zur Energiewende führte. Thorium ist radioaktiv und fällt bei der Verarbeitung in großen Mengen an. Jetzt versteht man, warum keine Raffinerie für seltene Erden in Deutschland steht.... :ironie:
Eine Raffinerie des Lyna Konzerns ( die bauen in Nord- Australien ab und verarbeiten in Malaysia) wird von der dortigen Bevölkerung mit Protesten und Klagen überzogen.
Hybridautos sind an sich ne tolle Sache, aber derart ökologisch unbedenklich wie dargestellt sind sie es eben nicht wenn man die Produktion mit in die Gleichung setzt.
Nun ein paar ernstgemeinte Fragen:
Wie lange kann man mit einem Prius vollelektrisch fahren? Ist das mehr als 50 Km oder wird der Elektroantrieb nur zur Überbrückung eingesetzt?
Wie verhält sich denn der Verbrauch bei schnellen ( besser: zügigen) Autobahnpassagen? Wie hoch ist das Mehrgewicht aufgrund der Hybridtechnologie?? Wie sieht es mit der Haltbarkeit der Akkus aus? Wie mit deren Wartung??