Im Grunde ist Rattengift nichts anderes als Phenprocoumon (Handelsname: "Marcumar"), welches als "Blutverdünner" in der Prophylaxe von Gerinnseln Verwendung findet. Da es auf die Synthese Vit. K abhängiger Gerinnungsfaktoren eher langfristigen Einfluss hat, lässt es sich schlecht antagonisieren, weshalb es bei chirgurgischen Eingriffen immer abgesetzt wird.
Jedoch kann man bei Vergiftung bzw. Überdosierung Vit. K geben, muss sich aber sicher sein, dass tatsächlich eine Vergiftung vorliegt, ansonsten vergiftet man sich mit dem nur schlecht ausscheidbaren fettlöslichem Vit. K selbst.
Bei Vergiftung sollten zuallererst Blutungen im Verdauungs- und Urogenitaltrakt auftreten. Dann muss man natürlich intervenieren und unter Umständen auch Gerinnungsfaktoren geben. Habe aber keine Ahnung, ob es da etwas für Hunde gibt. Die des Menschen würden bestimmt eine Immunreaktion auslösen.
Ich weiß klingt jetzt hart, aber ich dachte, es ist besser, wenn man davon weiß...
Alles Gute!
Sebastian