Ich bin natürlich auch gegen die Todesstrafe. Warum? Nicht weil ich finde, dass die Strafe zu hart ist, manche Schweine hätten es (vielleicht) wirklich verdient, auch wenn ich mir niemals anmaßen würde, über das Leben eines anderen Menschen zu entscheiden, solange mein eigenes nicht davon abhinge, denn in letzterem Fall würde ich sicherlich nicht zögern. Nein ich bin dagegen, weil es in der Vergangenheit viel zu viele zum Tode Verurteilten gegeben hat, bei denen es sich teilweise bereits vor aber auch in einigen Fällen erst nach der Exekution herausgestellt hat, dass sie unschuldig sind bzw. waren. Das ist sehr schlimm und es gilt das unter allen Umständen zu vermeiden. Und das geht nur, indem es die Todesstrafe nicht gibt. Ende.
Zur finanziellen Unterstützung nach einer Freilassung: Ich weiß ja nicht wie es bei euch ist, aber seid ihr schonmal in einer JVA gewesen? Diese Menschen dort, insbesondere die mit einer längeren Haftzeit, aber auch die, die nur für kurze Zeit inhaftiert waren, haben wenn sie wieder freikommen oftmals gar nichts, woran sie sich klammern können. Jemand der 5+ Jahre im Gefängnis gesessen hat, der hat nach dieser Zeit keine Freunde oder Familie mehr, die ihn unterstützen. Deshalb ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass diese Leute schnell wieder in ihr altes Milieu zurückkehren. Sie können die Vergangenheit eben nicht abschütteln.
Es ist bereits so, dass die meisten Kriminellen schon nach kurzer Zeit wieder im Gefängnis sitzen. Würde man die finanzielle Unterstützung jetzt völlig aussetzen, so hätten wir uns ja ins eigene Fleisch gebissen.
P.S. Muss man eine Diskussion beenden, nur weil sie einen traurigen Anlass hat? Das liegt häufig in der Natur von Diskussionen. Und der Meinungsaustausch muss nicht immer den Konsens als Ziel haben.
Edit: Dass der Mörder erschossen wurde, wusste ich noch gar nicht.