Ich habe zum Thema Traum (weil es mich auch sehr faziniert) ein tolles Buch von Dr. med. Klaus-Uwe Adam
Therapeutisches Arbeiten mit Träumen - Theorie und Praxis der Traumarbeit. Springer, Berlin/Heidelberg/New York 2000, ISBN 3-540-66786-5
Kann ich sehr empfehlen.
@Toemsche: Das mit den Wachtreumen versuche ich auch. War aber durch meine Schlafapneu eine Totgeburt. Werde mich wieder damit befassen, sobald ich mich voll an meine Maske gewoehnt habe.
Zum Thema fallen im Traum:
ZitatBeim Einschlafen nehmen Sie oft noch Umwelteinflüsse wahr. Daher sind Träume in der Einschlafphase eher unbedeutend. Oft träumen Sie dann, Sie würden ins Endlose fallen, und zucken unwillkürlich zusammen. Doch das bedeutet lediglich, dass Ihr Körper sich fallen lässt – sich entspannt.
Aber:
ZitatFallen entsteht manchmal körperbedingt, wenn zum Beispiel der Blutdruck im Schlaf stärker absinkt und das Gehirn mangeldurchblutet wird,- dadurch kann man sogar erwachen. Kommt das häufiger vor, kann sich eine gründliche Herz Kreislauf-Untersuchung empfehlen.
Ansonnsten gibt es aber noch psychologische Deutungen:
ZitatOft symbolisieren Fallträume Gefahren auf dem weiteren Lebensweg,- sie erklären sich zum Teil daraus, daß man das Vertrauen in sich selbst verloren hat oder feste Pläne, Meinungen und Überzeugungen aufgeben muß. Wenn der Träumende vergißt, wer er ist und woher er kommt, wenn er also, in anderen Worten, den Bezug auf sich selbst verliert, dann drückt sich dies in solchen typischen Träumen vom Fallen aus. Er fällt auf den Boden der Tatsachen zurück. Manchmal ist auch der Hochmut gemeint, der vor dem Fall kommt. Stolpern, Ausrutschen oder Hinfallen haben im Traum eine andere Bedeutung als das Fallen. Sie bedeuten, daß der Träumende vorübergehende Probleme hat. Wer in bodenlose Tiefe fällt, hat in seinen Milieu Anpassungsängste, im Traum aber kann er sich gehenlassen und braucht nicht aus lauter Rücksicht auf die anderen an sich zu halten. Er sollte sich dann ernsthaft mit seiner Person auseinandersetzen, vielleicht auch zuversichtlicher und verantwortungsbewußter sein. Das Traumbild des Fallens signalisiert im allgemeinen Lebensangst, Selbstzweifel und Unsicherheit, kann aber auch einen Verlust an Ansehen und Macht darstellen. Das Fallen im Traum kann auch als Warnung vor Leichtsinn und Oberflächlichkeit verstanden werden. Geht während des Falls ein Fallschirm auf, nimmt es der Situation des Fallens die lebensbedrohende Bedeutung und weist auf den Wunsch hin, die Angst vor dem Fallen zu überwinden. Nicht selten wird auch eine Kombination von Fallen und Fliegen geträumt. Fallträume haben nach Freud meist sexuelle Bedeutung (er dachte wohl an die 'gefallenen' Mädchen). Sie weisen auf innere Hemmungen hin, auf Kontaktschwierigkeiten in den zwischenmenschlichen Beziehungen.