Einige Gedanken zum aktuellen Verlauf des KuMi-Abends
Guten Morgen zusammen,
zunächst einmal freut es mich sehr, dass die Teilnahme am KuMi nach all den Jahren weiterhin so rege ist. Das zeigt, dass auch heute noch großes Interesse besteht, jeden Mittwochabend gemeinsam mit „Freunden“ eine schöne und unterhaltsame Zeit zu verbringen.
In letzter Zeit wird meine Freude daran jedoch etwas getrübt – und ich habe den Eindruck, dass es nicht nur mir so geht.
Ein wesentlicher Teil des KuMi besteht für mich bereits in der Vorbereitung. In den Tagen davor plane ich, wie viel Zeit ich habe, von welchem Ort ich starte und wie lange der Flug ungefähr dauern wird. Die Anzahl meiner pünktlichen Landungen zeigt, dass diese Planung grundsätzlich gut funktioniert – und ja, ein bisschen stolz bin ich auch darauf, dass ich dort etwas „shinen“ kann.
Was ich jedoch schade finde, ist die Art und Weise, wie es aktuell läuft. Es wird teilweise im 30‑Sekunden‑Takt gelandet, und es werden 350‑Grad‑Kurven im Final geflogen. Wenn ich zu dicht auf jemanden auflaufe, bleibt mir nichts anderes übrig, als einen Go‑Around zu fliegen und mich wieder hinten anzustellen. Und wenn ich „verliere“, muss ich kochen – was ja vollkommen in Ordnung ist. Aber selbst diese grundlegende Regel wird inzwischen oft nicht mehr beachtet, was dem KuMi seine eigentliche Existenzberechtigung nimmt.
Natürlich ist der KuMi eine Freizeitveranstaltung und nichts davon ist bierernst. Aber ein wenig mehr Disziplin und Rücksichtnahme wäre wirklich hilfreich. Es gibt genügend Tools, die dabei unterstützen, nicht durch andere hindurchzufliegen oder ausreichend Abstand zu halten.
Und ganz ehrlich: Wenn ich andere Teilnehmer gar nicht sehe, sollte ich offline gehen. Dann stimmt etwas mit meinem System nicht – und das fällt gewöhnlich nicht erst am Mittwochabend auf.
Auch die Situation mit Miguel, der keinen Backtrack durchführen konnte, hat mich geärgert. Heute Abend werde ich selbst mit einem größeren Flugzeug kommen und einen Backtrack benötigen. Ich kündige es schon jetzt an, um nicht wieder ein hörbares Stöhnen zu provozieren.
Wir geben teils tausende Euro aus, um möglichst realistische Instrumente und Setups zu haben, damit der Simulator ein Stück weit der Realität entspricht – wollen dann aber den Realismus komplett über Bord werfen, sobald wir uns dem Ziel nähern. Mir nimmt das den Spaß.
Zum Glück ist der KuMi freiwillig.
Viele Grüße
Toto