Rezept vom 09.10.2019 - PAHO

  • Da Peter das erste mal dabei war und eigentlich nicht richtig mitgeflogen ist (keine 60 Min Flugzeit), muesste eigentlich jemand anderes kochen.

    Mir ist es jedoch egal. Hauptsache wir koennen essen.

    Andere Länder, andere Sitten - das trifft auch auf Alaska zu, wenn es um das Essen geht. Bei Gerichten wie Seehundsuppe, Elchschnauze in Aspik oder Stinkkopf vergeht dem ein oder anderen wahrscheinlich allein beim Gedanken daran der Appetit. Je nach Region findet man eben verschiedene typische Spezialitäten. Ob diese dann auch munden, ist sprichwörtlich Geschmackssache. Übrigens: Um Stinkkopf herzustellen, werden Fischköpfe vergraben und erst nachdem sie verfault sind, weiter zubereitet. In Alaska gibt es wie in vielen anderen Nationen spezielle Gerichte oder landestypische Speisen. Das Essen im Last Frontier State ist einfach, deftig und lecker. Kulinarische Neuheiten kann man in Alaska auf jeden Fall finden, doch wer als Feinschmecker Wert auf Haute Cuisine legt, ist hier nicht unbedingt an der richtigen Adresse. Trotzdem habe ich etwas gefunden, was dem verwoehnten Gaumen schmecken koennte.


    Seafood Chowder fuer 4 Personen, oder den grossen Hunger,


    200 g Muschelfleisch (Miesmuschelfleisch)

    200 g Lachsfilet(s)

    100 g Nordseekrabben, ausgelöst

    200 g Fischfilet(s), fest, weiß (z. B. Kabeljau, Seelachs, Viktoriabarsch ...)

    100 g Speck, mager, fein gewürfelt

    3 EL Fischsauce oder Austernsauce

    4 m.-große Kartoffel(n)

    2 m.-große Zwiebel(n)

    40 g Butter

    4 Stange/n Sellerie

    1 kleine Möhre(n)

    1,2 Liter Gemüsefond oder Hühnerfond

    ¼ Liter Weißwein, trocken

    300 ml Schlagsahne

    120 g Mehl

    ½ Bund Petersilie

    1 EL Thymian, getrocknet

    Salz und Pfeffer

    1 Lorbeerblatt

    Muskat


    Den Sellerie waschen und die Stängel in dünne Scheiben schneiden. Die Möhre schälen und in feine Streifen schneiden. Zwiebeln fein würfeln. Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. Die Petersilie waschen und grob hacken.


    Das Fischfilet in ca. 2 x 2 cm große Würfel schneiden. Das Miesmuschelfleisch abseihen und ggf. wässern. Miesmuschelfleisch aus dem Glas schmeckt säuerlich, durch das Wässern wird der Geschmack besser.


    In einem großen Topf bei mittlerer Hitze den Speck ohne Zugabe von Fett unter Rühren leicht anbräunen lassen. Die Butter zugeben und schmelzen lassen. Zwiebel, Sellerie und Möhre hierin glasig anschwitzen. Etwa 2/3 (800 ml) des Fonds und die Kartoffeln, das Lorbeerblatt sowie den Thymian zugeben und bei mittlerer Hitze 20 Minuten kochen lassen.


    Nach der Kochzeit das Mehl in eine Schüssel geben und langsam den restlichen Fond (400 ml) unter ständigem Rühren mit dem Schneebesen zugeben, sodass keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Die Hitze reduzieren und die Mehlbrühe unter die Suppe geben, kurz aufkochen und andicken lassen.


    Ggf. das Miesmuschelfleisch etwas ausdrücken, damit das Wasser entweicht. Jetzt vorsichtig den Lachs, den weißen Fisch, die Krabben und Miesmuscheln, den Wein sowie die Petersilie in die Suppe geben, kurz umrühren und bei wenig Hitze ca. 10 Minuten gar ziehen lassen.


    Die Schlagsahne sowie Austern- oder Fischsoße zugeben. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken und noch mal aufkochen lassen.


    Dazu gibt es Bier! Was wohl eher verwunderlich erscheinen mag, ist die Tatsache, dass Alaska ein echtes Bierland ist. Sehr gut sind die Biere der regionalen Brauereien, wie beispielsweise das Alaskan Amber oder das kanadische Labatt's Blue


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