Die Küche Myanmars steckt voller Aromen – von den Garküchen Yangons bis zu den Gewürzen aus Mandalay. Sie ist geprägt von Fischsauce, Ingwer, Zitronengras und Kurkuma. Das inoffizielle Nationalgericht ist Mohinga, eine aromatische Fisch-Nudelsuppe, die oft zum Frühstück gegessen wird. Typische Gerichte sind zudem Currys, Teeblattsalat (Laphet Thoke) und Shan-Nudeln mit Tomaten, die oft mit Reis oder Nudeln serviert werden.
Dann wagen wir uns mal an das „Nationalgericht“.
Mohinga - Nudelsuppe aus Myanmar
Mohinga ist mehr als nur Nudelsuppe – es ist das Nationalgericht Myanmars. Ob zum Frühstück, als Snack oder abends – Mohinga geht immer. Die kräftige Brühe mit Fisch, Reisnudeln und Kräutern wärmt Körper und Seele. Statt dem traditionellen Bananenstamm kannst du Fenchel verwenden – und Kichererbsencracker sorgen für den Crunch!
20250721213023-Mohinga-rezept-myanmar2.webpZutaten:
2 getrocknete rote Chilischoten
600g Fisch (1 o. 2 Bachforellen oder Fischfilet vom Wels)
2 Stängel Zitronengras
2 Knoblauchzehen
1 Stück Ingwer, daumengroß
4 Schalotten
Öl (Reisöl) zum Braten
0.5 TL Kurkumapulver
1 TL mildes Paprikapulver
0.25 TL Garnelenpaste
3 EL Kichererbsen aus der Dose
250 ml Fischsauce (gibt es im Asia-Laden)
Salz
Schwarzer Kampot Pfeffer, gemahlen
100 g Glasnudeln
1 kleine Fenchelknolle
1 Bund Koriander
2 hartgekochte Eier
1 Frühlingszwiebel
1 Limette
2 EL frittierte Schalotten
Zubereitung:
Die getrocknete Chilis 20 Minuten in heißem Wasser einweichen.
Den ganzen Fisch oder das Fischfilet in eine Pfanne mit hohem Rand oder einen Bräter legen und mit kaltem Wasser knapp bedecken (Bei Verwendung eines ganzen Fischs bekommt die Brühe noch zusätzlich Aroma durch die Gräten bzw. den Kopf).
Von einem Stängel Zitronengras das untere Ende kappen, das obere trockene Ende abschneiden. Mit dem Rücken eines schweren Messers flachklopfen.
Eine Knoblauchzehe schälen und ebenfalls flachklopfen. Beides zum Fisch geben.
Die Pfanne auf den Herd setzen und alles zum Kochen bringen, dabei immer wieder den aufsteigenden Schaum mit einem Sieblöffel abschöpfen. Sofort nach dem Aufkochen die Hitze reduzieren, einen Deckel auflegen und 15 Minuten auf kleinster Hitze simmern lassen.
Das restliche Zitronengras am unteren Ende kappen und am oberen ein Drittel abschneiden. Das äußere Blatt entfernen. Den Stängel längs vierteln und anschließend quer fein hacken.
Die eingeweichten Chilis abtropfen, aufschneiden und die Kerne entfernen, anschließend auch kleinschneiden.
Ingwer, 2 Schalotten und den restlichen Knoblauch schälen und feinhacken. Alles zusammen in einen Mixer geben und zu einer Paste pürieren. Dabei eventuell etwas Wasser hinzugeben, damit der Mixer richtig pürieren kann.
Den Fisch mit einem Sieblöffel aus der Brühe nehmen und auf einen Teller legen. Die Brühe durch ein Sieb seihen und in einer Schale auffangen. Den Fisch abkühlen lassen und das Fleisch von den Gräten lösen, dabei auch die Haut entfernen. Den Fisch in kleine Stücke zerteilen.
Die Pfanne säubern und darin 2 Esslöffel Öl erhitzen, die Ingwer-Schalotten-Knoblauch-Paste hinzugeben und bei mittlerer Hitze anbraten, bis das Wasser verdampft ist und sie duftet. Dabei aber nicht anbrennen lassen!
Kurkuma, Paprika und Garnelenpaste dazugeben und verrühren. Jetzt den feinzerteilten Fisch dazugeben, dabei vorsichtig umrühren, sodass er komplett von der Würzmischung bedeckt ist.
Die Kichererbsen mit einer Gabel fein zerdrücken und in der Brühe auflösen. Mit einem Schneebesen gut verrühren, damit eventuelle Klumpen sich auflösen.
Die restlichen Schalotten schälen und in Ringe schneiden. Zusammen mit dem gerösteten Reis und der Brühe in die Pfanne mit der Fischmischung geben. Mit Fischsauce, Salz und Pfeffer abschmecken und 20 Minuten auf kleinster Flamme simmern lassen. Dabei vorsichtig umrühren, um alles gleichmäßig zu verteilen.
Die Suppenschalen vorwärmen.
Einen mittleren Topf mit Wasser aufsetzen und zum Kochen bringen.
Die Nudeln in dem kochendem Wasser 2 Minuten kochen, vom Herd nehmen und weitere 5 Minuten im heißen Wasser ziehen lassen. Abgiessen, mit kaltem Wasser abbrausen und abtropfen lassen.
Den Fenchel putzen und quer in Ringe schneiden, dabei den Strunk entfernen. Gegen Ende der Kochzeit zur Suppe geben, er sollte noch knackig bleiben.
Den Koriander waschen und hacken, die hartgekochten Eier vierteln. Das Grüne der Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden. Die Limette in Spalten schneiden.
Die Nudeln auf die Suppenschalen verteilen, die Eier verteilen, die heiße Suppe darüber giessen, mit Koriander, frittierten Schalotten und Frühlingszwiebeln bestreuen und die Mohinga servieren. Mit dem Saft der Limette abschmecken. Dazu serviert man knusprige Cracker aus Kichererbsen.
Fertig und ganz einfach ![]()
Shwe Yin Aye – Kokosnuss-Dessert
Shwe Yin Aye ist ein traditionelles burmesisches Dessert, das aus Kokosmilch, Tapiokastärke und verschiedenen köstlichen Zutaten wie süßen Bohnen und Früchten besteht.
Shwe_Yin_Aye__Kokosnuss-Dessert.jpgZutaten:
400 ml Kokosmilch
100 g Tapiokastärke
150g Zucker
500ml Wasser
200g süße rote Bohnen, gekocht
200g Klebreis, gekocht
Frische Früchte (z.B. Mango, Banane) nach Geschmack
Eiswürfel nach Bedarf
Zubereitung:
In einem Topf das Wasser zum Kochen bringen. Zucker hinzufügen und gut umrühren, bis er sich aufgelöst hat.
Kokosmilch hinzufügen und die Mischung zum Kochen bringen, dabei ständig rühren.
Die Tapiokastärke in einer Schüssel mit etwas kaltem Wasser anrühren, bis keine Klumpen mehr vorhanden sind. Dann in die köchelnde Kokosmilch-Mischung geben und unter ständigem Rühren 5-10 Minuten kochen, bis die Mischung dick und cremig wird.
Die gekochten süßen roten Bohnen und den Klebreis unterheben und gut vermischen.
Die fertige Mischung in Schalen oder Gläser füllen und im Kühlschrank abkühlen lassen.
Das Dessert mit frischen Früchten und Eiswürfeln für einen erfrischenden Genuss servieren.
Vorweg, vorbereitend, dazu, dabei, währenddessen, danach und anschließend
Oder der bewährte Mix (vlnr):
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Prost Mahlzeit