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es ist mal wieder soweit, freut euch aufs Essen und aufs ... Bier
Kulinarische Geschichte der Salomonen-Küche
Die Küche der Salomonen spiegelt jahrtausendealte Pazifiktradition und koloniale Einflüsse wider. Vor Ankunft der Europäer lebte man von Wurzelknollen wie Taro, Yams und Süßkartoffeln, ergänzt durch Fisch, Muscheln und Meeresalgen. Mit Missionaren und Händlern kamen Reis, Weizenmehl, Konservenfleisch (Corned Beef) und neue Gemüsearten hinzu. Heute trifft in einem typischen Dorfessen im Erdofen gegarter Fisch mit Taro und Bananen auf Weißbrot, Instantnudeln oder Dosen-Thunfisch. Besonders auf Märkten sieht man den Mix aus traditioneller „Kastenküche“ und moderner Importware, der die heutige Esskultur prägt.
Typische Zutaten und Produkte der Salomonen
Wer auf den Salomonen kocht, greift zuerst zu dem, was tropisch wächst oder aus dem Meer kommt. Basis sind Taro, Yams, Maniok, Brotfrucht, Süßkartoffeln und grüne Kochbananen. Dazu kommen Kokosnuss in allen Formen – frisches Kokosfleisch, Kokosmilch, Kokosöl – sowie reichlich Fisch, Muscheln, Krabben und Tintenfisch. An Gemüse sind Spinatähnliche Blätter, Kürbis, Auberginen, Okra und lange Bohnen verbreitet. Beliebt sind auch Papaya, Mango, Ananas, Bananen und Zitrusfrüchte. Aus den Inseln stammen außerdem lokale Nüsse wie Canarium-Nüsse, die geröstet oder in Kokosmilch gekocht werden.
Traditionelle Kochtechniken auf den Salomonen
Die klassische Technik ist der Erdofen (oft „Mumu“ genannt): Ein Loch wird mit heißen Steinen ausgelegt, darin werden Fisch, Huhn oder Schwein mit Taro, Brotfrucht und Bananen in Blätter gewickelt gegart. Diese sanfte Garmethode verleiht Rauch- und Kokosaroma, wenn Kokosraspel zugegeben werden. Daneben wird viel gegrillt – Fisch oder Muscheln über Holzkohle – und in Kokosmilch geschmort, etwa Gemüse-Eintöpfe mit Spinatblättern. In Küstendörfern trocknet man Fisch oder räuchert ihn über dem Feuer. Moderne Haushalte nutzen zusätzlich Pfannen und Töpfe auf Gasherden, kochen aber weiterhin Reis und Wurzelgemüse als Sättigungsbeilage.
Fisch in Lolo (Fisch in würziger Kokosmilch) Lolo Fisch in Kokosmilch.jpg
Zarter Fisch wird sanft in einer aromatischen Kokosmilchsauce mit Zwiebeln, Knoblauch, Limette und frischen Kräutern gegart. Dieses pazifisch inspirierte Gericht ist cremig, leicht und voller tropischer Aromen. Ideal, wenn du mit wenig Aufwand ein besonderes, exotisches Fischgericht auf den Tisch bringen möchtest – perfekt zu Reis, Taro oder Süßkartoffel.
- Fischfilet fest, z.B. Kabeljau, Seelachs, Rotbarsch oder anderer weißer Fisch; ohne Haut und Gräten 800 g
- Kokosmilch aus der Dose, ungesüßt, gut geschüttelt 400 ml
- Zwiebel 150 g
- Tomaten reif 150 g
- Kokoscreme feste Kokoscreme oder der feste Teil einer Dose Kokosmilch, für besondere Cremigkeit; optional, kann durch mehr Kokosmilch ersetzt werden 100 g
- Limette Bio, für Saft und etwas Schale 1 Stück
- Knoblauchzehen 3 Stück
- Ingwer frisch 15 g
- Frühlingszwiebeln 40 g
- Koriandergrün frisch, alternativ glatte Petersilie 10 g
- Chili frisch, mild bis mittelscharf, optional 1 Stück
- Pflanzenöl z.B. Rapsöl oder anderes neutrales Öl 2 EL
- Salz nach Geschmack
- Schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Zucker oder andere milde Süße, um die Säure auszubalancieren; optional ½ TL
- Wasser bei Bedarf, zum Verlängern der Sauce 50 ml
- Limettenscheiben zum Servieren, optional 4 Stück
- Reis als Beilage, optional; Menge für ca. 4 Portionen 240 g
Schritt für Schritt
Fischfilets unter kaltem Wasser kurz abspülen und mit Küchenpapier trocken tupfen. In 4–8 grobe Stücke schneiden, leicht salzen und pfeffern und beiseitestellen.
Zwiebel schälen und in feine Streifen schneiden. Tomaten vom Strunk befreien und in kleine Würfel schneiden. Knoblauch schälen und fein hacken. Ingwer schälen und sehr fein hacken oder reiben. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden. Koriander grob schneiden. Chili längs halbieren, entkernen (falls weniger Schärfe gewünscht) und fein schneiden.
Falls du Reis als Beilage servierst, diesen jetzt nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser garen, damit er etwa zeitgleich mit dem Fisch fertig ist.
Wartezeit 15 min
Öl in einem weiten Topf oder einer tiefen Pfanne bei mittlerer Hitze erhitzen. Zwiebelstreifen darin 3–4 Minuten glasig anschwitzen, ohne sie stark zu bräunen.
Knoblauch, Ingwer und Chili zu den Zwiebeln geben und 1–2 Minuten mitdünsten, bis es aromatisch duftet. Tomatenwürfel hinzufügen und weitere 2–3 Minuten schmoren, bis sie etwas zerfallen.
Kokosmilch und Kokoscreme in den Topf geben und gut verrühren, bis sich alles verbunden hat. Falls die Sauce sehr dick ist, nach Bedarf etwas Wasser hinzufügen. Mit Salz, etwas Pfeffer und dem Zucker würzen. Die Sauce einmal aufkochen lassen, dann die Hitze auf klein bis mittel reduzieren und 5 Minuten sanft köcheln lassen.
Wartezeit 5 min
Fischstücke vorsichtig in die leise köchelnde Kokossauce legen. Die Stücke möglichst nebeneinander anordnen, damit sie gleichmäßig garen. Die Hitze so regulieren, dass die Sauce nur ganz leicht simmert, nicht sprudelnd kocht. Den Topf mit einem Deckel schließen und den Fisch 8–10 Minuten gar ziehen lassen, je nach Dicke der Stücke. Nicht umrühren, damit der Fisch nicht zerfällt – höchstens die Sauce behutsam über die Stücke löffeln.
Wartezeit 10 min
Während der Fisch gart, die Limette heiß abwaschen, trockenreiben, etwas Schale fein abreiben (nur das Grüne) und den Saft auspressen. Einige dünne Limettenscheiben zum Servieren abschneiden, falls gewünscht.
Wenn der Fisch und innen gerade eben nicht mehr glasig ist, den Topf vom Herd ziehen. Limettensaft und etwas Abrieb in die Sauce rühren. Frühlingszwiebeln und die Hälfte des Korianders einstreuen und die Sauce vorsichtig um den Fisch herumbewegen, ohne die Stücke zu zerbrechen. Noch einmal mit Salz, Pfeffer und ggf. etwas zusätzlicher Limette abschmecken.
Fisch in Lolo auf tiefe Teller verteilen, reichlich von der Kokossauce darüber geben und mit restlichem Koriander und Limettenscheiben garnieren. Mit frisch gekochtem Reis oder anderen Beilagen servieren.
Umu – traditioneller polynesischer Erdofen-Braten im Ofen nachgebaut UMU Schweinebraten.jpg
Umu ist ein festliches polynesisches Erdofengericht. Verschiedene Fleischstücke garen langsam mit Wurzelgemüse, Kohl und Kokosmilch, klassisch auf heißen Steinen in einer Erdgrube. Diese Version im Backofen ahmt die schonende Gartechnik nach: zartes, saftiges Fleisch, rauchige Note durch Gewürze und Röstaromen, cremige Kokossauce und süßliche Süßkartoffeln machen das Gericht zu einem besonderen Gemeinschaftsessen.