Knapp, knapper, unglaublich

  • Durfte letztens mal wieder einen Lokführer betreuen. Am Bahnübergang zwei Jugendliche (Geschwister), die auf dem Fahrrad saßen und sich an der Schranke festhielten. Als der Gegenzug durch war, fuhren sie los ohne nochmal in die andere Richtung zu sehen. Von da kam mein Kollege. Ergebnis: Einer der Brüder schwerverletzt.

  • Wow, da sind aber zum Teil richtig knappe Sachen dabei. Aber den einen Autofahrer kann ich nicht verstehen, der hat schon ganz normal an der Schranke gestanden. Warum fährt der dann auf einmal wieder an. Sorry sowas verstehe ich einfach nicht und TF wollte ich bei keinem der Vorfälle gewesen sein. Wobei die meisten ja noch richtig super reagiert haben, wenn ich da an der einen Ubahn Fahrer (vermute das es eine amerikanische UBahn war) denke.

  • Das ist schon eine echt krasse Zusammenstellung. Die Szenen mit dem "Schuhverlierer" (2. Szene) und dem Schnellzug in Indien kannte ich schon. Alleine die erste Szene mit dem Ausrutscher ist schon krass genug.


    Das Schlimme ist, daß hier auch noch der Eindruck erweckt wird, sowas geht bei aller Blödheit auch noch gut. Tut es aber in den seltensten Fällen, denn oft endet es tragisch. Ich kenne einen Fall, da hat ein Tf innerhalb von Wochen an der gleichen Stelle zweimal solche Idioten erwischt (einmal eine Omi, dann eine volltrunkene im Gleis). Oder die beiden Einbrecher vorletzten Winter, die im dichten Schneegestöber auf den Gleisen einer Nebenstrecke liefen (Triebwagen rollte, Sicht nicht vorhanden, Schnee dämpft alle Geräusche). Sowas ist schon heftig.


    Die erwähnte Szene ab Minute 1:20 ist aber meiner Meinung nach mindestens von der Geschwindigkeit arg manipuliert. Ich bin mit absolut sicher, daß dies an der Überleitstelle Sternschanze (Link zu Google-Maps) in Hamburg gefilmt ist. Da darf maximal 60 gefahren werden.

  • Also das ma einer hacke dicht vorn über kippt und aufm Gleiskörper landet, kann schonmal passieren, aber alle anderen in dem Video ham ne Vollklatsche und sehnen sich wahrscheinlich nach dem Tod! :patsch: :pillepalle:
    Immerhin fährt einer den Zug, nennt sich Lokführer, und trägt immens Verantwortung. Der wird seines Lebens nicht mehr froh, wenn er mal einen von diesen Chaotenköppen erwischt hat und das ganze in nem riesen Drama endet.


    p.s. Dat Ding mit dem Kinderwagen kenn ich ausm TV, und zum Glück bliebt das Baby unverletzt.

  • Aber den einen Autofahrer kann ich nicht verstehen, der hat schon ganz normal an der Schranke gestanden. Warum fährt der dann auf einmal wieder an.


    Es dauerte ihm wohl zu lange. Sowas hast du öfters. Wenn die Schranken zu lange zu sind, dann wird einfach mal gefahren... Wenn bspw. eine Schranke gestört ist und nicht mehr aufgeht, dann wird zusätzlich die Polizei dorthin bestellt bis das Problem behoben ist, einfach nur damit keiner einfach so fährt...

  • Ja ich ärger mich auch manchmal wenn ich es eilig habe und in Overath oder sonst wo an der Schranke stehe und da passiert ewig und 3 Tage nichts, aber ich würde nie auf die Idee kommen dann einfach loszufahren und mich irgendwie über den Bahnübergang quetschen.

  • Also, so lange steht man in KOV doch auch nicht vor der Schranke... Die ziehen uns die Ausfahrt doch auch erst kurz vor Abfahrtszeit, sprich erst dann gehen die Schranken zu. :)

  • Markus:
    Wenn du Overath lang findest, stell dich mal an den Bü Selmig, und dann kannste sagen, dass du lange stehst :D


    Ansonsten kann ich mich dem gesagten nur anschließen.

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  • Wo wir doch gerade beim Thema Schranken sind:


    Gestern stand in der BLÖD, dass jemand an einer Schranke gestorben sei. Er habe einen Unfall mit einem anderem PKW gehabt. Die beiden hätten sich dann noch gezankt etc. und erst als die Schranken sich schlossen, muss der gute Mann auf die Idee gekommen sein, dass er doch seinen, leicht beschädigten, PKW von den Schienen holen könnte. Die Schranken gingen zu, der Kerl kam mit seinem Auto nicht mehr raus, nun kann er im Himmel Auto fahren...
    Mein erster Gedanke ist da natürlich wieder "selber Schuld". Da war das Auto wohl wichtiger als das Leben. Wenn sich Schranken schließen, dann sehe ich zu das ich da weg bleibe. Aber, wie kann es eigentlich sein, dass die das Auto da erst mal auf den Gleisen stehen lassen? Menschen unterschätzen immer wieder die Gefahr auf den Schienen.


    Heute steht in der BLÖD irgendwas von TODESSchranke und das man mit der Stoppuhr gemessen hätte. 10 Sekunden nach Schließen der Schranke sei auch der Zug schon da. So ist das heute gängige Praxis bei Schranken. Als Lokführer ist einem da auch manchmal unwohl, du kommst da angebrettert, die Autos fahren noch fröhlich drüber, die Schranken sind noch oben und kurz vorher gehen sie runter. Man gewöhnt sich aber dran.
    Aber auch hier beginne ich dann wieder nach zu denken. Punkt 1 ist doch, wenn die Schranken sich schließen, dann geht vorher ein Rotlicht an, folglich sollte so oder so keiner mehr auf dem Bü sein, also ist es doch völlig unerheblich, ob der Zug nach 10 Sekunden, oder nach 40 Sekunden kommt. Das zum einen, dann zum anderen, sind die Schranken 30 Sekunden lang unten, dann würde die BLÖD schreiben, dass diese Schranken den ganzen Verkehr behindern, wann denn endlich mal was dagegen, seitens der DB natürlich (immer schön druff auf das Unternehmen, ist ja Mode derzeit in der Presse), irgendwas gegen diese Belästigung getan wird. Was lernen wir daraus? Wie man es macht, man macht es verkehrt. Davon mal ab, je länger die Schranken unten sind, desto eher wird drüber gefahren oder marschiert...