Rezept vom 11.03.2026 - SBRB

  • Brasilien ist ein Land mit einer vielfältigen und faszinierenden Esskultur, die sich aus zahlreichen verschiedenen kulinarischen Einflüsse entwickelt hat. Die Essgewohnheiten der indigenen Volksstämme trafen in Zeiten der Kolonisation auf die der Afrikaner und der eingewanderten Europäer. In den letzten Jahren hat zudem der nordamerikanische Einfluss zugenommen.


    Pirarucu a casaca

    Das Land des Zuckerhutes ist sehr vom Meer und Flüssen geprägt und so hat auch seine Küche viel von diesem Einfluss abbekommen. Der Pirarucu ist ein Amazonasfisch und gleichzeitigeiner der größten Süßwasserfische der Welt: Große Exemplare beeindrucken mit einem Kampfgewicht von 250 Kilo, die auf den 3 Meter Körper verteilt sind! Ein besonderes Geschmackserlebnis ist dieser Fisch gekocht in Paranuss-Milch oder serviert mit Krabbencreme. Ein Hochgenuss – nicht nur für Fischliebhaber!

    Zutaten:

    • 1 kg gesalzener Arapaima Fisch, getrocknet (kann durch Barsch oder Wels ersetzt werden)
    • 4 EL Öl
    • 2 Tomaten, ohne Haut und Kerne, gewürfelt
    • 2 Zwiebeln, gewürfelt
    • Koriander
    • Pfeffer
    • frittierte Bananen
    • Maniokmehl
    • Butter

    Zubereitung:

    1. Den Fisch einen Tag in Wasser einweichen lassen (das Wasser mehrmals wechseln), den Fisch in großen Stücken anbraten und anschließend in Mundgerechte Stücke zerkleinern.
    2. Einen Salat aus Zwiebeln, Tomaten, Koriander und Pfeffer zubereiten, mit Salz und Öl abschmecken.
    3. Das Maniokmehl mit Butter vermischen und “farofa” herstellen (Maniokmehl in einer Pfanne unter Rühren für etwa zehn Minuten an rösten, danach wird bei geringer Hitze Butter unter gerührt, bis das Maniokmehl goldgelb ist.
    4. Nach der Zubereitung der einzelnen Zutaten, diese in eine Auflaufform schichten: a) zerkleinerter Fisch, b) farofa, c) Salat und d) frittierte Banane.
    5. Im Ofen nur kurz heiß werden lassen und mit Reis servieren.

    ¡Bom proveito!


    Pão de quejio

    Auf Platz sieben präsentieren wir eine nicht unbedingt typische, aber dafür nicht minder schmackhafte brasilianische Kleinigkeit: Pão de quejio kann man am ehesten als Käsebällchen beschreiben und an fast jedem Ort des Landes finden. Eine kleine Gaumenfreude, deren Teig aus Yuca, Eiern, Salz und Schweinefett besteht. Zu kleinen, verlockenden Bällchen gebacken eignen sich Pão de quejio hervorragend als Snack!

    Wenn du aktuell eine Reise nach Brasilien planst empfehlen wir, die berühmte Casa do Pão de Quejio-Restaurantkette aufzusuchen , wo du die besten Käsebällchen Brasiliens findest. Lieber selbst machen?


    Rezept Käsebrötchen


    Mischen Sie Salz und Maniokmehl in einer Schüssel. Danach können Sie Milch und Öl in einem Topf bis zum Kochpunkt erhitzen. Anschließend das Maniokmehl unter ständigem Rühren nach und nach dazugeben bis es ein glatter Teig wird. Den Teig abkühlen lassen. Anschließend werden die Eier in den Teig gerührt, bis er schön cremig wird. Am Ende wird der Parmesankäse untergemischt und der Teig ist fertig.

    Danach können Sie aus dem Teig kleine Kugeln formen und diese auf einem Backblech mit genügend Abstand voneinander platzieren. Im vorgewärmten Backofen bei etwa 180° C backen,bis sie leicht knusprig sind.


    Caipirinha

    Wenn auch nichts zum Essen, ist der Caipirinha doch das Erste, was viele als erstes mit der Gastronomie Brasiliens in Verbindung bringen werden. Als Exportschlager und Nationalgetränk gehört dieser Cocktail (der übersetzt so viel wie „kleiner Geizhals“ heißt) genau so sehr zu Brasilien, wie das Bier zu Deutschland. Ob mit Crushed Ice oder Eiswürfeln, braunem oder weißem Zucker, Limetten oder Zitronen, Vodka oder Cachaca - Caipirinha hat seinen erfrischenden und beschwipsenden Siegeszug um die Welt in vielen verschiedenen Formen angetreten.



    Das perfekte Caipirinha-Rezept: Crushed Ice oder Eiswürfel? Brauner Zucker oder weißer Zucker? Hier findest du alle Antworten:

    Caipirinha, der wohl berühmteste Cocktail der Welt, ist oft kopiert, aber selten erreicht! Neben seiner frischen Fruchtigkeit besticht er nicht zuletzt durch seine Einfachheit. Aufgrund seiner Beliebtheit wird hierzulande jedoch auch oft etwas als „Caipirinha“ verkauft, das mit dem Original-Getränk aus Brasilien nur wenig zu tun hat und von einem Brasilianer wohl oft nur mit viel Toleranz akzeptiert werden würde. Wir wollen hier das Geheimnis um die original brasilianische Rezeptur dieses Kultgetränks lüften!

    Für das Original Caipirinha Rezept – der Name stammt im Übrigen von dem brasilianischen „caipira“ (Hinterwäldler) ab – wird weißer, raffinierter Zucker verwendet. Die Verwendung von braunem Zucker in Deutschland (und einigen anderen Ländern) ist darauf zurückzuführen, dass der hierzulande gehandelte Rohrzucker meist bräunlich gefärbt und grobkörniger ist.

    Die Verwendung des in Brasilien üblichen feinen, weißen, raffinierten Zuckers aus Zuckerrohr macht geschmacklich einen wesentlichen Unterschied aus. Er bringt den Geschmack von Zuckerrohr in das Getränk, der oftmals aufgrund der industriell hergestellten und nicht gelagerten Cachaçasorten nicht vorhanden ist. Der braune Rohrzucker in deutschen Bars (der nicht selten aus gefärbtem Rübenzucker besteht!) ist nichts als Folklore.

    Der richtige Schnaps: Cachaça

    Als Rohstoff für die Herstellung von Cachaça dient das frisch geerntete Zuckerrohr – im Gegensatz zum Rum, der meistens aus Rohrzucker-Melasse hergestellt wird. Der Name „Cachaça“ ist in Brasilien eine geschützte Herkunftsbezeichnung, Cachaça muss also immer in Brasilien hergestellt worden sein.

    Gruss Markus

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  • Komet 11. März 2026 um 22:50

    Hat den Titel des Themas von „Rezept vom 11.03.2026 - RBRB“ zu „Rezept vom 11.03.2026 - SBRB“ geändert.