„Eingepackte“ Embraer E2 auf dem Flughafen Twente – jetzt geht es wieder los
Es wirkte fast so, als hätten Christo und Jeanne‑Claude einen Abstecher zum Flughafen Twente gemacht: Dort standen lange Zeit mehrere vollständig „eingekapselte“ Flugzeuge – ein ungewöhnlicher Anblick. Insgesamt waren es ursprünglich vier Embraer E195‑E2 von KLM Cityhopper, die dort im sogenannten Cocooning abgestellt wurden.
Mit diesem Verfahren konnte KLM Cityhopper während einer schwierigen Phase ein ernstes Problem lösen. Nun ist die Phase zu Ende – und es ist an der Zeit, die Maschinen wieder in einen fliegenden Zustand zu versetzen.
Interessant dabei ist die logistische Reihenfolge. Projektmanager Jeroen van Eijk beschreibt es so:
Es gilt nicht einfach last in, first out, sondern eher last in, first out pro Abstellposition. Die zuerst abgestellte PH‑NXA stand auf derselben Position wie die PH‑NXB, die als letzte nach Twente kam. Die PH‑NXB ist am 13. März bereits nach Bratislava überführt worden, wo sich eine große Wartungseinrichtung für Embraer‑Flugzeuge befindet.
Frühzeitiger Check – aus Sicherheitsgründen
In Bratislava erhält die E2 eine C‑Check‑Inspektion. Normalerweise sind diese Checks erst nach etwa 10.000 Flugstunden oder 7.500 Zyklen fällig. Die vier betroffenen E2 haben jedoch erst rund 4.000 Flugstunden. Warum also so früh?
Fleetmanager Gertjan Lichtenveldt erklärt, dass KLM Cityhopper sicherstellen möchte, dass die Flugzeuge in technisch einwandfreiem Zustand zurück in die Flotte kommen. Zusätzlich werden noch Modifikationen und WLAN‑Ausbau vorgenommen. Zum Abschluss folgt eine ARC‑Inspektion (Airworthiness Review Certificate) – vergleichbar mit einem technischen TÜV. Diese Prüfung darf KLM Cityhopper selbst durchführen, da man dafür zertifiziert ist. Besteht die Maschine diese Inspektion, erhält sie wieder ihr Lufttüchtigkeitszeugnis und kann wieder kommerziell eingesetzt werden.
PH‑NXB soll ab 1. Juni wieder im Flugbetrieb sein
Ziel ist es, alle vier E2 bis Ende des Jahres wieder vollständig in die Flotte zu integrieren
Fazit:
Was lange wie ein Kunstprojekt aussah, war in Wirklichkeit ein gut geplanter technischer und logistischer Prozess – und bald werden die „eingepackten“ E2 wieder ganz regulär im europäischen Himmel unterwegs sein.
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