“Die große Staatenjagd und das Mississippi‑Finale”
So, es soll ja keiner sagen, ich hätte es mir leicht gemacht.
Ich habe Statistik betrieben – und das kennt ihr: Sobald man das tut, wird es entweder sehr beeindruckend… oder sehr peinlich.
Also: Wir waren 173 Mal in den USA. Das sind 13,97% aller KuMi's
Das ist eine Zahl, da hört sogar das Navigationssystem auf zu meckern.
Wir haben uns durch die Staaten gearbeitet wie andere Leute durch eine Liste von schlechten Vorsätzen. Alabama? Check. Alaska? Klar. Arizona? Selbstverständlich. Arkansas bis Wyoming? Alles dabei.
44 von 50 Staaten haben wir abgehakt. Das ist mehr als so mancher Amerikaner in einem ganzen Leben schafft.
Und manche Staaten mochten wir offenbar so sehr, dass wir sie gleich mehrfach besucht haben.
California? 20 Besuche – vermutlich haben wir dort schon Stammparkplätze.
Texas? 13‑mal – wir sind quasi ehrenhalber Cowboys.
Alaska und Florida je 10‑mal – von Eisbär bis Sonnenbrand ist alles abgedeckt.
Illinois, Arizona, Colorado, Hawaii, New York, Virginia und Washington – jeweils so oft, dass die TSA-Grenzbeamten uns vermutlich beim Vornamen begrüßen.
Bei dieser Liste könnte man meinen, wir hätten die USA bereits komplett durchgespielt.
Aber nein: Es fehlen noch sechs Staaten.
Delaware, Iowa, Kansas, Mississippi, Nebraska und South Dakota.
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Und so begann die große Suche nach einem passenden Airport.
Delaware bot Wilmington (KILG) – nett, aber irgendwie… Meh.
Iowa hatte Iowa City (KIOW) – noch mehr Meh.
Kansas? Kansas City International (KMCI) – war uns zu groß, zu laut, zu „Naja“.
Nebraska? Eppley Airfield (KOMA) – auch nicht so richtig sexy.
South Dakota hat KRAP – ja, der heißt wirklich so – Rapid City Regional Airport. Der wäre immerhin für Wortspiele gut gewesen.
Aber: Entschieden habe ich mich für… KJAN!
Jackson–Medgar Wiley Evers International Airport in Jackson, Mississippi.
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Warum?
Ganz einfach:
✔ Wir waren noch nie da.
✔ Nicht einmal im Staat.
✔ Es ist hell.
✔ Und das Wetter spielt mit: zwischen 21 und 24 °C – mild, freundlich, beinahe frühlingshaft.
Jackson selbst? Eine geschichtsträchtige Stadt – kulturell spannend, kulinarisch gefährlich.
Die Südstaatenküche dort ist nämlich Soul Food pur.
Rustikal, deftig, langsam gegart… so langsam, dass man zwischendurch eigentlich schon wieder Hunger hat.
Nichts „fancy“, aber dafür geschmackvoll und traditionsreich.
In den lokalen Nachrichten tut sich auch einiges:
Jackson bekommt eine neue Polizeichefin, RaShall Brackney, und viele hoffen auf frischen Wind. Bürgermeister John Horhn setzt auf Reformen und Dialog – klingt also nach einer Stadt, die in Bewegung bleibt.
Und nun zum Flughafen selbst:
Der Jackson–Medgar Wiley Evers International Airport liegt etwa 6 Meilen östlich der Stadt, jenseits des Pearl River. Benannt wurde er nach Medgar Evers, einem wichtigen Bürgerrechtler – also ein Ort mit Bedeutung und Geschichte.
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Der Airport hat zwei parallele Runways, identisch lang – 8.500 Fuß jeweils.
Damit können wir wirklich alles dort absetzen.
Airlines?
American, Delta, United, Southwest – die ganz normale Riege.
Nonstop geht’s z. B. nach Atlanta, Dallas/Fort Worth, Houston, Chicago O’Hare, Miami und Charlotte.
Also genug Auswahl, um sich zu verlaufen.
Und ja, natürlich gibt es eine Payware‑Szenerie bei ORBX – denn wenn wir schon fliegen, dann bitte schön.
In diesem Sinne: Viel Spaß beim Üben und willkommen im Bundesstaat Nummer 45 unserer Sammlung!
