KuMi am 24.06.2026 - NFTF

  • Reisebericht – KuMitest Martinair Cargo MD‑11
    NZWN → NFTF | Früher Morgen, irgendwo zwischen Simulation und Realität

    Samstag 20 Juni 2026.
    Der Tag beginnt draußen mit Hitze, drückend, beinahe schon tropisch, obwohl es noch früh ist. Drinnen dagegen herrscht diese konzentrierte Ruhe bei wohltemperierten 22 Grad und trockener Luft (Klimaanlage sei dank), die nur ein vorbereitetes Sim-Cockpit erzeugen kann. Alles ist bereit: Glassout läuft sauber und wirft die Instrumente gestochen scharf auf den neuen kleinen Minimonitor (kann ich nur empfehlen!)IMG_0477.jpg. Dazu die fein abgestimmten Streamdeck-Profile, Axis & Ohs für die Tiefe im System und ein Mobiflight-Script, das das FMS der MD‑11 endlich so bedienbar macht, wie es sich gehört. Es ist einer dieser Momente, in denen Technik und Leidenschaft perfekt zusammenfinden.

    Wellington – Vorfeld im Morgengrauen

    Auf dem ersten Blick nach draußen steht die Martinair Cargo MD‑11 (PH‑MCP) ruhig im Dämmerlicht von Wellington. Die Szenerie wirkt fast filmisch: kühle Blautöne, feuchte Luft, noch schlafende Infrastruktur. Die Maschine dominiert das Bild – langgestreckt, mit der charakteristischen dritten Triebwerksgondel im Heck.

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    Ein Menzies-Tanker steht unter dem Flügel, Kerosin fließt in die Tanks. Kleine Figuren bewegen sich zwischen Containern und Bodenfahrzeugen. Alles wirkt routiniert, fast meditativ.

    Im Cockpit dagegen: Leben. Das FMS leuchtet in sattem Grün, Frequenzen sind gesetzt – 124.850 MHz auf beiden Seiten. Die INIT-Seite zeigt die Route: NZWN → NFTF. Ein klassischer Inselhüpfer über den Südpazifik.

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    Und hier kommt der erste echte Test: Der Minimonitor mit Glassout. PFD und ND laufen stabil, keine Latenz, keine Artefakte. Genau das Setup, das man sich für die MD‑11 wünscht Aufgeräumt, griffbereit, fast schon „Glascockpit-Feeling“, trotz des alten Designs.

    Pushback und Taxi – Technik im Flow

    Nachdem der Fueling-Vorgang abgeschlossen ist, geht alles Hand in Hand. APU an.......

    • Engine Start 2 → sauber
    • Engine Start 1 → stabil
    • Engine Start 3 → ikonisches Hochlaufen hinten

    Die drei Triebwerke erzeugen sofort diese typische MD‑11-Akustik (habe mir einen soundmod von flightsim.to gezogen) ein tiefer, satter Klang. Das Streamdeck übernimmt die Abläufe: Packs, Lights, Pumps. Kein hektisches Klicken mehr, sondern fließende Abläufe. Beim Taxi zeigt sich der nächste Vorteil: Das Zusammenspiel von Axis & Ohs und Mobiflight fühlt sich präzise an. Das FMS reagiert schnell, Eingaben funktionieren ohne Umwege.

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    Draußen erwacht Wellington langsam. Das Licht kippt von Blau in ein warmes Grau. Die Bahn ist frei.

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    Takeoff – Raus aus Neuseeland

    Line-up. Flaps gesetzt. Trim geprüft. TO/GA. Die MD‑11 beschleunigt schwerfällig – typisch für den Frachter mit seiner langen Silhouette. Doch dann trägt der Flügel: Rotate, Abheben, Gear up.

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    Unter der Maschine verschwinden Küste und Hügel von Wellington im frühen Licht. Die Wolken hängen noch tief, aber darüber herrscht bereits Ruhe.

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    Der Minimonitor liefert jetzt seinen echten Mehrwert: Fluglage, Geschwindigkeit, Vertikalprofil – alles auf einen Blick, ohne den Hauptscreen zu überladen. Genau so war es gedacht.

    Cruise – Über dem Südpazifik

    Im Reiseflug wird es ruhig. FL370, später höher (Stichwort Profile mode).

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    Die Sonne steht inzwischen deutlich höher, draußen wird es in der Realität wieder spürbar heiß, hier oben im Simulator dagegen diese typische Klarheit: Horizontlinie, dünne Schleierwolken, tief unten endloses Blau. Zeit für Feinschliff: FMS Route Checks, Fuel Monitoring. Das Setup zahlt sich aus. Das FMS ist endlich kein „umständliches Pflichtsystem“ mehr, sondern funktioniert intuitiv. Der Workflow fühlt sich fast real (denke ich) an. Die MD‑11 hat sowieso ihren eigenen Charakter, ein bisschen eigenwillig (genau wie ich), aber genau das macht den Reiz aus. Und mit diesem Setup wird sie plötzlich zugänglicher, ohne ihre Persönlichkeit zu verlieren.

    Ende Teil 1.......

    „Fliegen ist die Kunst, den Boden so lange zu verfehlen, bis der Sprit alle ist.“
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  • ....Teil 2

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    Approach – Tonga in Sicht

    Nach Stunden über Wasser: erste Zeichen von Land. Der Sinkflug beginnt. Die MD‑11 reagiert sensibel! Energy Management bleibt der Schlüssel.

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    Fuaʻamotu empfängt den Flug ruhig:

    • leichte Winde (200900Z 15009KT 9999 FEW010 SCT014 20/13 Q1021)
    • gute Sicht (9999)

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    Final Approach RNAV RWY11. Das Meer links und rechts, die Bahn schmal wirkend, obwohl ausreichend lang.

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    Landing:

    • sanftes Aufsetzen (ganz okay)
    • Reverse – die drei Triebwerke brüllen kurz auf
    • Rollout stabil

    Und dann ist es auch vorbei und stehen wir im kleinen Terminal......

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    Fazit des Tests

    Am Ende dieses virtuellen Frachtflugs bleibt nicht nur ein sauberer Leg im Logbuch, sondern auch ein sehr klares Bild:

    Glassout + Minimonitor
    → absoluter Gewinn, klare Darstellung, perfekte Ergänzung zum Hauptscreen (und vergleichsweise mit 120 Euro Günstig und für viele Anwendungen nutzbar)

    Streamdeck-Profile
    → Workflow massiv verbessert

    Axis & Ohs + Mobiflight
    → endlich ein FMS, das Spaß macht statt zu frustrieren und viele Schalter (APU und so weiter) auf Hardware umgelegt.

    Und die MD‑11?
    Bleibt das, was sie immer war: Ein Charakterflugzeug, das Respekt verlangt, aber genau dafür belohnt.


    Schlussgedanke

    Während draußen die Hitze weiter zunimmt, endet der Flug ruhig auf einem kleinen Inselairport im Pazifik.
    Drinnen bleibt dieses Gefühl: Nicht einfach nur geflogen zu sein sondern ein Setup wirklich brauchbar zu haben.

    Und genau das macht solche KuMitest-Flüge aus.

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    „Fliegen ist die Kunst, den Boden so lange zu verfehlen, bis der Sprit alle ist.“
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