Unfall in AMS am 25.02.2009

  • Was ich da jetzt nicht verstehe ist, wenn der Zeit hat zu Filmen, warum leistet er dann keine 1. Hilfe? Also nach so einem Crash steht man sicherlich unter Schock, aber mit dem Handy zu filmen, dass wäre sicherlich das letzte was mir dann in den Sinn kommen würde... Aber was man bei Schock nicht alles macht. Als damals der IC in Brühl entgleist war liefen die Leute auch die Gleise weiter hoch und wollten zu Fuß weiter zu ihrem Endbahnhof gehen. Von daher nehme ich das nun einfach mal hin. Jeder verarbeitet einen Schock anders.

    mfg
    Günter

    11474   1663846

  • Zitat:
    Der Abstand zwischen den Flugzeugen sei möglicherweise zu gering gewesen, so dass die nachfolgende Maschine ohne Vorwarnung in erhebliche Turbulenzen gekommen sein könnte, sagte Sen.

    Hatten wir das nicht vor ein paar Tagen im Schichteulentrööt stehen als Markus und ich uns über die geringen Minima in AMS wunderten...

    Ja das war aber beim T/O, so lang die andere Maschine über dem Flugweg der vorausfliegenden fliegt, kann da ja eigentlich nix passieren. Bei der Landung fliegen ja aber beide zumindest wenn sie ein ILS fliegen einen fast identischen Weg. Daher sind da "vernünftige" Seperationsminima wichtiger...bzw es sollte sich an die veröffentlichten Minima gehalten werden.

    Bin aber mal sehr gespannt wie das weiter geht.

    American-Airlines-1.jpg

    Gruß
    Markus

  • Diese Quellen:
    1.
    2.
    3.

    sofern zuverlässig, lassen Wake Turbulence als primäre Ursache eher unwahrscheinlich werden ...

    Einmal editiert, zuletzt von DogStar (28. Februar 2009 um 12:12)

    • Offizieller Beitrag
    Zitat

    Defekt und Pilotenfehler führten offenbar zum Absturz


    Na dann ist ja gut, das die Türken sich schon bei den Piloten bedankt hat... für die Rettung von den anderen Passagieren.... :nono:

  • Zitat

    Nach ersten Auswertungen des Flugschreibers habe ein Messgerät auf der linken Seite der Maschine während des Landeanflugs eine falsche Höhe angegeben, sagte Vollenhoven. Dadurch sei automatisch der Schub der Triebwerke zurückgenommen worden. Als die Cockpitbesatzung versucht habe, den Fehler zu korrigieren, sei es bereits zu spät gewesen. Ausdrücklich wies Vollenhoven darauf hin, dass es sich um vorläufige Erkenntnisse handele.

    122894.png ....hat keine Ahnung von B777

  • Die Vermutung mit dem Höhenmesser hatte ich auch, da haben wir uns vorgestern noch hier auf der Arbeit drüber unterhalten, nachdem wir uns nochmal den Flugweg (Mats' Links) angesehen haben und uns wunderten, warum der Flieger eine ganze Zeit lang auf 1625ft Höhe flog, bevor der LOC eingefangen wurde?! Die Höhe kam mir schon spanisch vor, vermutlich gingen sie davon aus, dass sie sich in 2.000ft befinden?!

    Aber eins macht mich immer noch stutzig?! Wenn der Autopilot angeblich aktiviert war, dann müsste doch auch die ILS-Capture (LOC und GS) aktiviert gewesen sein, oder? Wieso ist das Flugzeug dann weiter gesunken?

  • Dann müsste ja auch ein Fehler im ILS (à la Stirb Langsam) vorgelegen haben?!

    Wenn sie auf 1625ft Richtung Runway geflogen sind, hätten Sie ja unterhalb des GS sein müssen. Sie haben angenommen, dass sie 2000ft hoch sind, waren aber nur noch 1625ft hoch, vielleicht haben sie dann die Charts zu Rate gezogen und gesehen, dass sie eigentlich tiefer hätten sein müssen und haben mit V/S einen weiteren Sinkflug eingeleitet?! Alles sehr suspekt?!

  • Was mich (als Laie) stutzig macht ist, dass es mit der Höhe anscheinend schon die ganze Zeit nicht gestimmt hat, obwohl ein ILS Anflug durchgeführt wurde???
    War das Wetter so schlecht, dass die Piloten anhand des PAPI nicht bemerken konnten, dass sie zu tief sind? ?( ?( ?(

  • Und noch ne Frage, die mir gerade spontan einfällt. Hätte der Lotse es mitkriegen müssen, in welcher Höhe der Flieger unterwegs war? (1600ft iso 2000ft) Oder wird quasi auch die falsche Höhe vom Transponder ans Radar übermittelt?

  • Hier noch ein Bericht vom Aviation Herald. Grausam, wirklich grausam:

    Many happy landings
    Torsten cen3ta

    Mitglied im Eulen-Forum seit Februar 2009

    Meine Bilder bei Flugzeugbilder.de - Jetphotos.net

    Einmal editiert, zuletzt von EFP002 (4. März 2009 um 18:49)

  • Das ist ja echt der Hammer. Wenn man bedenkt, dass auch ein Check-catain mit dabei war. Und was wäre gewesen, wenn der "Azubi" (bitte nicht steinigen) geflogen wäre. Der Höhenmesser war wohl nur auf der linken Seite defekt.

    Mann, mann, mann. echt traurig.

    Grüße aus EDDL

    Rainer

    H3.gif

    177158.png si.php?name=Rainer&prefix=&surname=Bethke

  • Wie kann man denn 100 Sekunden lang nicht merken, daß die Power auf Idle steht und die Speed kontinuierlich abbaut ? wenn das wirklich so der Fall war, war es einer der krassesten Pilotenfehler von denen ich je gehört habe ... dann muß man ja im Cockpit während des Final Approachs Zeitung gelesen haben oder in ein Gespräch vertieft gewesen sein.
    Und: benutzt das Autoflare wirklich nur den Wert des linken Radarhöhenmessers ? völlig ohne Crosscheck oder irgendeine Redundanz ? das wäre ja brandgefährlich und völlig unüblich in der Fliegerei.
    Und: warum ist es bei einsetzendem Stickshaker unmöglich, das Flugzeug zu recovern ? genau für solche Fälle ist er doch eingebaut und die Margin bis zum Stall ist eigentlich noch recht hoch, jedenfalls bei den Fliegern die ich kenne.

  • Wie kann man denn 100 Sekunden lang nicht merken, daß die Power auf Idle steht und die Speed kontinuierlich abbaut ? wenn das wirklich so der Fall war, war es einer der krassesten Pilotenfehler von denen ich je gehört habe ... dann muß man ja im Cockpit während des Final Approachs Zeitung gelesen haben oder in ein Gespräch vertieft gewesen sein.
    Und: benutzt das Autoflare wirklich nur den Wert des linken Radarhöhenmessers ? völlig ohne Crosscheck oder irgendeine Redundanz ? das wäre ja brandgefährlich und völlig unüblich in der Fliegerei.
    Und: warum ist es bei einsetzendem Stickshaker unmöglich, das Flugzeug zu recovern ? genau für solche Fälle ist er doch eingebaut und die Margin bis zum Stall ist eigentlich noch recht hoch, jedenfalls bei den Fliegern die ich kenne.

    Mats, dieselben Gedanken habe ich mir vorhin auch gemacht...das ist ja irrer als die Birgenair vor 10 Jahren, wenn auch mit weniger Toten. Ich glaube, es wird noch sehr interessant sein, zu erfahren, was die Crew wirklich getrieben hat! Kann man so ignorant im Cockpit sitzen..im Final? Bei dem Wetter? mit einem "Azubi" rechts?
    Unvorstellbar....

    „Es ist gut, dass die Menschen das Bank- und Geldsystem nicht verstehen, sonst hätten wir eine Revolution noch vor morgen früh.“
    ... Henry Ford

  • Ich denke, Auflösung wird erst der Cockpit Voice Recorder bringen, ich vermute da, ähnlich wie bei der Birgenair damals, einen Kommunikations- und Entscheidungsfehler. Oder die hatten tatsächlich die Hürriyet oder sonst was im Cockpit, anders kann man sich das wirklich nicht erklären. Alleine wenn die Engines auf IDLE runterfahren, muss man dass doch merken?! Auch wenn der Autopilot für die Landung aktiviert ist, hält man doch die wichtigsten Instrumente (künstlicher Horizont, Fahrtmesser, Variometer, Höhenmesser, Kurskreisel) im Blick?!

  • Ich lasse es einfach unkommentiert....

    Zitat

    Turkish Airlines bietet Opfern des Flugzeugunglücks Zahlungen an

    ISTANBUL (dpa) - Nach dem Absturz einer Passagiermaschine mit 135 Menschen an Bord nahe Amsterdam bietet Turkish Airlines den Opfern und ihren Angehörigen Hilfszahlungen an. Diese sollten bei finanziellen Schwierigkeiten helfen und seien kein Eingeständnis einer Schuld, erklärte die Gesellschaft in einer am Dienstag verbreiteten Mitteilung. Demnach können alle Überlebenden des Absturzes 5000 Euro erhalten.

    Wer länger als drei Tage im Krankenhaus lag, kann 10 000 Euro bekommen. Angehörigen der Toten werden 50 000 Euro geboten. Die Beträge sollen später im Falle möglicher Schadenersatzzahlungen angerechnet werden, hieß es weiter. Bei dem Absturz während des Landeanflugs kamen am vergangenen Mittwoch neun Menschen ums Leben, 86 wurden verletzt.

    Der Grund für das Unglück ist noch nicht ermittelt. Die Piloten hatten nach niederländischen Medienberichten kein technisches Problem oder gar einen Ausfall der Treibstoffzufuhr gemeldet. Aufzeichnungen der Kommunikation zwischen Cockpit und Flugleitung beim Landeanflug machen deutlich, dass alle Beteiligten bis zum Absturz von einer normalen Landung ausgingen.
    © dpa / 04.03.2009

    Quelle: aero.de